19.4.2017
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Schutz & Hilfe braucht die besten Experten

Welch große Aufgabe die AK gerade heute hat, wie wichtig Schutz und Hilfe für Beschäftigte sind und dass es dafür beste Experten braucht, erklärt AK Präsident Zangerl.

Herr Präsident, wie sehen Sie die Aufgabe der Arbeiterkammer? 

Zangerl: Gäbe es die AK nicht, man müsste sie erfinden, gerade jetzt. Eben erst haben die Arbeiterkammern eindrucksvoll Bilanz über ihren Einsatz im Interesse der AK Mitglieder gelegt. Wir erhalten täglich hohen Zuspruch von den Beschäftigten. Unrecht, Unterdrückung und Übervorteilung im Arbeits- und Privatleben geschehen täglich. Wer sich keinen Rechtsbeistand leisten kann, bleibt da auf der Strecke. Umso wichtiger sind Schutz und Hilfe für unsere Mitglieder durch die AK.

Wie wichtig ist die AK für die Lebenssituation der Menschen?

Zangerl: Ich sehe die Aufgabe der AK wichtiger denn je. Wir reden nicht von Solidarität, wir leben sie täglich. Wir sind der Gegenpol zur Seitenblicke-Gesellschaft „Reich und Schön“ und zu denjenigen, die glauben, sich mit Geld alles richten zu können. Die Pflichtmitgliedschaft hat den Vorteil, dass jeder einen vergleichsweise niedrigen Beitrag von im Schnitt knapp 7 Euro monatlich leistet und dafür die gesamte Leistungspalette der AK erhält. Nicht zu vergessen, dass Geringverdiener, Lehrlinge, Karenzierte und Arbeitsuchende vom Beitrag befreit sind.

Sind Reformen in der AK ein Thema?

Zangerl: Auch hier gilt. Darüber zu reden wäre zu wenig, wir passen uns den gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Im Wissen um die rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt, adaptieren wir laufend unserer Aufgaben. Dazu gehören auch hochqualifizierte Experten, deren Wissen stets auf neuestem Stand ist, um wirksam zu helfen.

Sind die Mitarbeiter wichtig?

Zangerl: Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Tiroler AK Mitglieder werden von bestens ausgebildeten Experten etwa aus dem juristischen, sozialen, betriebs- und steuerrechtlichen oder dem Bildungsbereich betreut. Sowohl in der Beratung und im Rechtsschutz für AK Mitglieder und Betriebsräte, als auch bei der Interessenvertretung gegenüber Staat und Politik. Dazu werden alle Gesetze auf Arbeitnehmertauglichkeit geprüft.

Jedes Anliegen unserer Mitglieder ist ein persönliches Schicksal. Das verlangt Spezialisten für alle Bereiche mit langer Erfahrung, hohem sozialen Einfühlungsvermögen, fachlicher Kompetenz, Autorität und Durchschlagskraft. Diese Fachleute gilt es, langfristig an die AK zu binden. Dazu braucht es Anreize, eine entsprechende Entlohnung, berufliche Perspektiven, Mitarbeiterpflege und Weiterbildung. Wir müssen als Arbeitgeber attraktiv sein, damit dieses Know-how nicht abwandert, schon gar nicht zur Konkurrenz. Wir bieten daher den Beschäftigten, wie viele andere private Unternehmen auch, ein Pensionskassenmodell an.

Wir fordern von den Betrieben die Einhaltung der Gesetze und die Wertschätzung ihrer Mitarbeiter. Umso mehr haben wir als Arbeitgeber AK eine hohe soziale Verantwortung und Vorbildfunktion. Nicht umsonst bestätigen alle Umfragen der AK die höchste Kompetenz. Hauptgrund sind unsere Mitarbeiter, die neben ihrer fachlichen Qualifikation auch über höchste soziale Fähigkeiten verfügen.

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„Statt beim Thema 12-Stunden-Tag für die Beschäftigten einzutreten, fällt er ihnen jetzt noch in den Rücken“, sagt AK Präsident Zangerl.

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