Pap mit Baby am Boden liegend © Ksana Kuzmina, Fotolia
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Papamonat darf nicht vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängen

„Es führt kein Weg an einem Papamonat für alle Arbeitnehmer vorbei, erklärt Tirols AK Präsident Erwin Zangerl. „Dabei sollte es aber nur gleiche und keine gleicheren Väter geben. Jeder Vater muss gleich viel wert sein. Das bedeutet: Im Zweifel muss auf die Familien und nicht auf die Betriebe Rücksicht genommen werden.“

Zangerl zeigt sich über die Lernfähigkeit und den Meinungsschwenk innerhalb der Regierung erfreut: „Doch ohne verbindliche rechtliche Grundlagen wird der Papamonat nur totes Recht bleiben. Ohne einen klaren Rechtsanspruch aller Arbeitnehmer samt einem generellen Kündigungsschutz wird diese wichtige Auszeit für junge Väter wieder nur denjenigen zugutekommen, deren Chefs einem Papamonat wohlwollend gegenüberstehen bzw. die betrieblich gut abgesichert sind.“

Für den Tiroler AK Präsidenten ist aber auch die ablehnende Haltung von Seiten der Wirtschaft und Industrie nicht nachvollziehbar. „Nur blockieren allein wird zuwenig sein, gerade wenn es um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Es gibt bereits viele gute Betriebe, die zeigen, dass für sie Familienfreundlichkeit selbstverständlich ist. Also warum sollte der Papamonat nicht für alle Arbeitnehmer und für alle Unternehmen verbindlich gelten“, so Zangerl.

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Offen gesagt

"Jeder Vater muss gleich viel wert sein",
Erwin Zangerl, AK Präsident