Covid-ArbeitnehmerInnenfonds von Land und AK Tirol

Das Land Tirol hat gemeinsam mit der AK Tirol einen Fonds für besondere Härtefälle eingerichtet. Für dieses Hilfspaket stehen ab sofort 20 Millionen Euro bereit. Gedacht sind die Mittel für Menschen, die durch die Covid-Krise mit Arbeitslosigkeit oder Lohnkürzungen konfrontiert sind und für die das einen existenzbedrohenden Härtefall darstellt.

Durch die Corona-Krise und die Maßnahmen, mit denen die Ausbreitung eingedämmt werden soll, haben viele Arbeitnehmer-Familien dramatische Einkommensverluste erlitten. Hauptleidtragende sind vor allem jene von plötzlicher Arbeitslosigkeit betroffene Menschen, die es vorher schon schwer hatten und die auf keine Rücklagen oder Ersparnisse zurückgreifen können. Viele von ihnen machen sich größte Sorgen um ihre Zukunft: Wie sollen angesichts des Arbeitsplatzverlustes Miete und Betriebskosten bezahlt oder das tägliche Leben für die Familie finanziert werden?

„Wir dürfen nicht auf die Nöte von Betroffenen vergessen, die ohne Arbeit dastehen, existenzbedrohende Lohnkürzungen erleiden und es sonst schon schwer hatten. Das ist ein Akt von gelebter Solidarität!“, betont AK Präsident Erwin Zangerl.

Das ist ein Akt von gelebter Solidarität!

AK Präsident Erwin Zangerl


Gemeinsames Hilfspaket. Deshalb hat die AK Tirol auch vorgeschlagen, gemeinsam einen Hilfsfonds für soziale Härtefälle zu schnüren, wenn Arbeitnehmer-Familien etwa mit dem Arbeitslosen-, Kurzarbeits- oder Krankengeld alleine nicht mehr das Auslangen finden. „Dieses Hilfspaket konnten wir jetzt mit Landeshauptmann Günther Platter, Arbeitslandesrätin Beate Palfrader und Soziallandesrätin Gabriele Fischer umsetzen, um zu helfen“, begrüßt Zangerl den Regierungsbeschluss.

20 Millionen Euro stehen bereit. Mit dem Arbeitnehmer-Fonds steht ein Hilfspaket in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung, für das die AK Tirol 2 Millionen Euro aus den Mitteln ihres eigenen Unterstützungsfonds bereitstellt. Damit sollen jene Menschen finanzielle Hilfe erhalten, die durch die Corona-Krise unverschuldet die Arbeit verloren haben, bei denen das Kurzarbeits- oder das Krankengeld zu gering ist, sie dadurch in akute finanzielle Notlagen geraten sind und bei denen andere bestehende gesetzlich vorgesehene Hilfeleistungen nicht greifen.

So gehts zum Antragsformular: Wer eine Unterstützung aus dem Covid-Arbeitnehmerfonds beantragen möchte, findet die Richtlinien und ein Antragsformular unter www.tirol.gv.at oder kann alles telefonisch unter 0512/508–2005 anfordern. Der Fonds ist beim „Netzwerk Tirol“ eingerichtet. Aufgrund klarer Richtlinien sollen die Anträge rasch abgewickelt werden.

 

Land und AK Tirol unterstützen Familien beim Kauf von Laptops und Tablets

Alle Schülerinnen und Schüler in Tirol sollen von daheim aus digital lernen können. Bedürftige Familien können beim Land Tirol um eine Förderung für den Kauf der digitalen Ausrüstung ansuchen. Die Förderung beträgt 50 Prozent der Kosten - maximal 250 Euro.

Lernen daheim statt in der Schule: Das ist während der Corona-Krise Alltag für die Schülerinnen und Schüler in Tirol. „Doch längst nicht alle Arbeitnehmerfamilien haben auch die nötige digitale Ausrüstung und können sich diese Anschaffung auch nicht leisten, vor allem dann nicht, wenn sie durch Arbeitsplatzverlust oder Kurzarbeit finanzielle Einbußen hinnehmen müssen“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. Deshalb stellen Land Tirol und AK Tirol insgesamt 4 Millionen Euro - 800.000 Euro davon kommen von der AK Tirol - für den Ankauf von Laptops, Chromebooks, iPads und WLAN-fähigen Multifunktionsdruckern zur Verfügung. Die Förderung kann beim Land Tirol beantragt werden.

Voraussetzungen für die Förderung:

  • Die Förderung richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren, die eine Schule in Tirol besuchen. Pro Familie ist nur ein Ansuchen möglich, ein bestimmtes Haushaltseinkommen darf nicht überschritten werden.
  • Die digitalen Geräte müssen für den schulischen Einsatz geeignet sein. Dafür ist vor dem Kauf Rücksprache mit der jeweiligen Schule zu halten.
  • Die Förderung beträgt 50 Prozent der Kosten, maximal 250 Euro, und ist vor dem Ankauf zu beantragen. Nach der Förderzusage ist für die Auszahlung Voraussetzung, dass die Belege binnen 21 Tagen nach Ankauf vorgelegt werden.
  • Für Geräte, die ab dem 16. März 2020 angeschafft worden sind, ist ein Antrag auch rückwirkend möglich.
  • Das Förderansuchen sowie weitere Infos finden sich unter: https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-soziales/familie/foerderungen/tiroler-digi-scheck/ 

Finanzielle Unterstützung für Familien durch das Land

Das aktuelle Corona-Einkommen gilt neu als Basis für:
Schulstarthilfe, Kindergeld plus und Kinderbetreuungszuschuss

Durch die aktuelle Corona-Krise hat das Land auch die Voraussetzungen für Familien-Unterstützungen geändert. Neu ist, dass sich die Schulstatthilfe, das Kindergeld plus und der Kinderbetreuungszuschuss am aktuellen Corona-Einkommen orientieren, wodurch mehr Familien die Möglichkeit erhalten, diese Unterstützungen des Landes zu beziehen.  

Corona Familienhärteausgleich des Bundes

Familien, die durch die Corona-Krise unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, werden auch vom Bund unterstützt. Das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend stellt Mittel aus dem Familienlastenausgleichsfonds für den Corona-Familienhärteausgleich zur Verfügung.

Seit 15. April 2020 kann eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärteausgleich („Corona-Familienhärtefonds“) beantragt werden.

Voraussetzungen

  1. Grundvoraussetzung ist, dass die Familie ihren Hauptwohnsitz in Österreich hat und dass zum Stichtag 28.02.2020 für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen wurde.
  2. Für unselbstständig Erwerbstätige: 
    Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil, der am 28.02.2020 beschäftigt war, hat aufgrund der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren oder wurde in Corona-Kurzarbeit gemeldet.
    Für selbstständig Erwerbstätige:
    Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil ist aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten und zählt zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der WKÖ.
  3. Das aktuelle Einkommen der Familie darf eine bestimmte Grenze gestaffelt nach Haushaltsgröße nicht überschreiten.

Antragstellung

Der Antrag erfolgt per E-Mail an corona-hilfe@bmafj.gv.at und muss folgendes enthalten:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Kopie (Foto) der Bankkarte des Kontos, das als Überweisungskonto im Antrag genannt wird
  • Bei unselbstständig Erwerbstätigen: Einkommensbeleg per 28.Februar 2020 und entweder ein Beleg der AMS-Leistung oder eine Kopie der Sozialpartnervereinbarung (bzw. Beleg über die Höhe des Corona-Kurzarbeitsentgelts/ Bestätigung des Dienstgebers über die Kurzarbeit/ Kurzarbeitsvereinbarung mit dem Dienstgeber)

Alle Infos zum Familienhärteausgleich des Bundes sowie das Antragsformular findet man unter: https://www.bmafj.gv.at/Services/News/Coronavirus/Corona-Familienhaerteausgleich.html 

Die AK Tirol informiert über alle Unterstützungen ist Ihnen bei sämtlichen Ansuchen behilflich und wickelt Ihre Anträge bei Bedarf auch direkt ab:

Wir benötigen: • Ihre Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, eMail-Adresse, Sozialversicherungsnummer, • Ihre Unterlagen in Kopie (je nach Bedarf)

Sie erreichen uns: AK Tirol, Innsbruck, Schöpfstraße 2
• Telefonisch: 0800/22 55 22 - 2222, Mo. bis Do. 8 bis 16 Uhr und Fr. 8 bis 12 Uhr
• Persönlich: Mo. bis Do. von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, Fr. von 8 bis 12 Uhr
• eMail: hilfe@ak-tirol.com

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Das ist ein Akt von gelebter Solidarität!

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