Christlich und sozial, das war einmal!

„Wäre es nicht so traurig, könnte man glauben, die Nachricht stamme aus einem Satireportal“, urteilt Tirols AK Präsident Erwin Zangerl: „Derzeit steht allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Karfreitag ein Feiertag zu, da der EuGH Recht schafft. Die Bundesregierung pfuscht und erfindet einen halben Feiertag. Nun korrigiert sie diesen Pfusch zu einem noch größeren, und aus dem Karfreitag wird nun ein Urlaubstag“, so Zangerl. „Ein Urlaubstag mit besonders sarkastischem Beigeschmack, denn der Karfreitag ist nun ein „persönlicher“ Urlaubstag. Angesichts dieser Fehl-Entwicklungen stellt sich die Frage, welcher Feiertag der nächste sein wird, der als Urlaubstag zu konsumieren sein wird.“

Das ist eine einseitige Lösung, bei der nur die Wirtschaft profitiert, und ist respektlos gegenüber den Arbeitnehmer­innen und Arbeit­nehmern

AK Präsident Erwin Zangerl

„Christlich und sozial, das war einmal. Die von der Regierung vorgelegte Streichung des Karfreitags lehnt Tirols AK Präsident Erwin Zangerl strikt ab. „Die jetzt vorlegte Regelung bestätigt einmal mehr den Kniefall der Regierung vor der Wirtschaft und Industrie. Das schlägt dem Fass den Boden aus, mit welcher Dreistigkeit über die Anliegen der Arbeitnehmer-Familien drübergefahren wird und mit welcher Respektlosigkeit von Türkis-Blau den berufstätigen Leistungsträgern in unserem Land begegnet wird. Statt allen Beschäftigten einen Feiertag zu lassen, muss nun für einen Feiertag ein Urlaubstag verbraucht werden. Gleichzeitig wird allen Protestanten, Methodisten und Altkatholiken ein Feiertag genommen, den sie vorher hatten. Das ist eine einseitige Lösung, bei der nur die Wirtschaft profitiert, und ist respektlos gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“, so Zangerl.

„Bereits die halbe Feiertagslösung für den Karfreitag hat die Arbeitnehmerfeindlichkeit der Regierung gezeigt, jetzt offenbart sie sich in ihrer ganzen Brutalität. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, welcher Feiertag der nächste sein wird, der als Urlaubstag zu konsumieren sein wird“, so der AK Präsident.

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Das ist eine einseitige Lösung, bei der nur die Wirtschaft profitiert, und ist respektlos gegenüber den Arbeitnehmer­innen und Arbeit­nehmern

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