Abrissbirne zerstört Mauer © aleciccotelli/stock.adobe.com
© aleciccotelli/stock.adobe.com

Angriff auf die AK: Krasse Folgen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sagen mehr als 3,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich nun den Kampf an. Denn beide fordern die Senkung der AK Solidarbeiträge – was für die Beschäftigten krasse Folgen hätte.

 Sie sind der Bundesregierung ein Dorn im Auge: die Arbeiterkammern. Sie vertreten jene Gruppe, die für den Großteil der Staatseinnahmen in Form von Steuern verantwortlich ist und zur Zielscheibe zahlreicher Einsparungspläne geworden ist. „Vom 12-Stunden-Arbeitstag, der Zerschlagung der Gebietskrankenkassen, der brutalen Entmachtung der Arbeitnehmervertreter in den Kassen – immer sind die Beschäftigten die Leidtragenden. Anstatt sich um wichtige Themen wie Pflegenotstand oder Bildung zu kümmern, wird gegen die Leistungsträger und gegen die sozial Schwächsten vorgegangen oder es wird die Ausländerkarte gezückt“, urteilt AK Präsident Erwin Zangerl.

Obwohl die Arbeiterkammer die größte gesetzliche Interessenvertretung im Land ist, verfügt sie über deutlich weniger Mittel als andere Kammern. Zangerl: „Die Wirtschaftskammer hat doppelt so viel Geld wie die AK, obwohl die AK die siebenfache Anzahl an Mitgliedern hat. Übrigens zahlt die Wirtschaft keinen Cent zur AK Umlage. Dass sich Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung hier einmischen, zeigt, wie gegen die Arbeitnehmer agitiert wird, frei nach dem Motto: Nur ein schwacher Arbeitnehmer ist ein guter Arbeitnehmer.“

Schwellenwerte

Kürzt die Regierung die Umlage, fehlen der AK wichtige Mittel für die Leistungen, die sie als gesetzliche Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erbringt. Das reicht von der Rechtsschutzgewährung über den Konsumentenschutz bis hin zu Weiterbildungsbeihilfen und der Ferienaktion für Kinder. „Wer die Solidarbeiträge kürzt, nimmt den Beschäftigten ihren Schutz und ihre Rechte und er bringt sie um viel Geld. Denn immerhin hat allein die AK Tirol vergangenes Jahr 51,4 Millionen Euro für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erkämpft. Kein Wunder also, dass sich Wirtschaft- und Industrielobbys gegen die AK stark machen“, so Zangerl.

offen gesagt

„Die Wirtschaftskammer hat doppelt so viel Geld wie die AK, obwohl die AK die siebenfache Anzahl an Mitgliedern hat. Übrigens zahlt die Wirtschaft keinen Cent zur AK Umlage.“

Erwin Zangerl,
AK Präsident



gut zu wissen

Kürzt die Regierung die Umlage, fehlen der AK wichtige Mittel für die Leistungen, die sie als gesetzliche Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erbringt. Das reicht von der Rechtsschutzgewährung über den Konsumentenschutz bis hin zu Weiterbildungsbeihilfen und der Ferienaktion für Kinder.
   

das passiert ohne AK

Wer die Solidarbeiträge kürzen möchte, verschweigt, dass er damit den Schutz er Beschäftigten aushebeln will. Was passiert ohne AK?

Möchten Sie …

… keinen Rechtsschutz und keine Hilfe bei allen Fragen des Arbeits- und Sozialrechts?

…keine Rechtsberatung und keine Hilfe vor Gericht?

…keine Beratung und keine Hilfe bei allen Fragen zum Konsumentenschutz?

… keine Beratung und keine Hilfe bei Fragen zum Wohn- und Mietrecht?

…keine Unterstützung bei allen Fragen und um Pflege und Pension?

... keine Hilfe für Frauen beim Wiedereinstieg in das Berufsleben?

… keine Unterstützung bei allen Fragen rund um Kranken- und Arbeitslosengeld?

… keine Unterstützung für Betriebsräte und  Personalvertreter?

… keinen AK Unterstützungsfonds und keine Hilfe für in Not geratene Beschäftigte samt Familien?

… keine Beratung in Steuer- und Wirtschaftsfragen?

... keine Hilfe bei Problemen mit dem Steuerausgleich?

... keine Beihilfen und Beratungen für Schüler, Lehrlinge und Studenten?

... keine Unterstützung bei allen Fragen rund um Lehre und Jugend?

... keine Beratung zu Weiterbildung und keine Beihilfen?

… keine kostengünstigen Nachhilfekurse wie z. B. die Sommerschule?

… keine Gratis-Nachhilfe für Lehrlinge?

… keine Ferienaktion für Kinder zur Entlastung berufstätiger Eltern?

... keine Jugendprojekte zur Orientierung für neue berufliche Perspektiven?   

... keine starke Vertretung, die gegen kalte Progression oder Lohn- und Sozialdumping kämpft?





Kontakt

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: presse@ak-tirol.com

Telefon: +43 800 22 55 22 1300
(Kostenlose Hotline )

Fax: +43 512 5340 1290

offen gesagt

„Die Wirtschaftskammer hat doppelt so viel Geld wie die AK, obwohl die AK die siebenfache Anzahl an Mitgliedern hat. Übrigens zahlt die Wirtschaft keinen Cent zur AK Umlage.“

Erwin Zangerl,
AK Präsident



gut zu wissen

Kürzt die Regierung die Umlage, fehlen der AK wichtige Mittel für die Leistungen, die sie als gesetzliche Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erbringt. Das reicht von der Rechtsschutzgewährung über den Konsumentenschutz bis hin zu Weiterbildungsbeihilfen und der Ferienaktion für Kinder.