AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol/Friedle
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AK Zangerl: "Beschäftigte dürfen nicht auf der Strecke bleiben"

„Aus Anlass der Corona-Krise haben Regierung und Sozialpartner ein Vier-Milliarden-Euro-Soforthilfepaket für Beschäftigte und Wirtschaft geschnürt", sagt AK Präsident Erwin Zangerl. „Die AK Tirol hilft und berät, so aktuell es geht.“

Tiroler Arbeiterzeitung: Herr Präsident Zangerl, das Corona-Virus trifft uns mit voller Wucht. Wie sehen Sie die Lage?
AK Präsident Erwin Zangerl: Festzuhalten ist, dass  diese Pandemie unsere gesamte Gesellschaft in einen Ausnahmezustand versetzt hat. Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von Sperren, Einschränkungen und Absagen betroffen ist. Wichtige Kreisläufe sind unterbrochen, vor allem in den dienstleistungsintensiven Branchen – aber auch darüber hinaus – sind massive Rückgänge und Einbrüche zu verzeichnen. Wir haben es mit einer dramatischen Situation zu tun, vor allem weil wir ja nicht alleine mit diesem Problem zu kämpfen haben, sondern diese Pandemie inzwischen eine weltweite Dimension mit unterschiedlichen Verläufen erreicht hat.

TAZ: Die Arbeitnehmer-Familien sind massiv von Corona betroffen. Wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf?
Zangerl: Für die Arbeitnehmer-Familien stellen alle Entwicklungen in Bezug auf Corona tiefe Einschnitte dar. Betriebe schließen, ganze Branchen werden lahmgelegt und die Beschäftigten wissen nicht, wie das rechtlich ausschaut. Oder gar, wenn Arbeitnehmer gekündigt werden oder Kurzarbeit verordnet wird, sind das tiefe Einschnitte, die vielfach existenzbedrohend sind. Die Beschäftigten dürfen in Zeiten wie diesen nicht auf der Strecke bleiben. Wir werden viele öffentliche Mittel brauchen für Hilfspakete, für die Wirtschaft, aber auch für auch für die Arbeitnehmer-Familien als größte betroffene Bevölkerungsgruppe.

TAZ: Wie ist die Zusammenarbeit mit Regierung und Sozialpartnern?
Zangerl: Krisenhafte Zeiten lassen vieles zusammenwachsen, was vorher oft nur schwer zusammenging. Wir sind in permanentem Kontakt mit dem Einsatzstab des Landes. Die Landesregierung und die Sozialpartner arbeiten hier eng zusammen und versuchen, das Beste für die betroffene Bevölkerung zu erreichen. Auch auf Bundesebene klappt die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Sozialpartnern, den Blaulicht-Organisationen sowie den Gesundheits- und Hilfseinrichtungen hervorragend. Generell ist ein enger Schulterschluss aller Verantwortlicher festzustellen, gepaart mit einem hohen Maß an Verständnis für die jeweils andere Seite: gegenseitige Toleranz, die in dieser Form in unserem Land schon lange nicht mehr festzustellen waren. Das schafft auch Vertrauen in die Zukunft, denn es gibt ja auch noch ein Leben nach Corona. Darauf gilt es, das Augenmerk zu richten, damit die Konjunktur rasch wieder anspringt. Land und Bund sind gut beraten, dafür genügend Geld in die Hand zu nehmen. Es darf am Ende des Tages keine Verlierer in unserer Gesellschaft geben.

TAZ: Wo kann die AK den Menschen zur Seite stehen?
Zangerl: Die Gesundheit unserer Mitglieder und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Wir wollen aktiv mithelfen, die sozialen Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren und halten deshalb unsere Beratungszentren bis auf weiteres geschlossen. Um dennoch alle gerade jetzt steigenden Anfragen in gewohnt hoher Qualität zu beantworten, können sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer per Telefon oder eMail an unsere Expertinnen und Experten wenden. Und wir aktualisieren ständig auf www.ak-tirol.com. Dazu gibt es noch die bundesweite Hotline von AK und ÖGB unter Tel. 0800/22 12 00 80, auf der die wichtigsten Fragen rund um Arbeit und Corona beantwortet werden.

OFFEN GESAGT

„Es gibt eine Zeit nach Corona. Bund und Land müssen jetzt Geld in die Hand nehmen. Diese Mittel werden dringend gebraucht:
Für die Wirtschaft, aber auch
für die Arbeitnehmer-Familien!“

Erwin Zangerl,
AK Präsident

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Für die Wirtschaft, aber auch
für die Arbeitnehmer-Familien!“

Erwin Zangerl,
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