AK Präsident Erwin Zangerl im Interview © AK Tirol/Friedle
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5.1.2021

AK Präsident fordert rasche Durchimpfung

Obwohl mittlerweile EU-weit ein Impfstoff zur Bekämpfung von SARS-CoV-2 zur Verfügung steht, wird das politische Chaos immer größer – man verliert sich in Diskussionen um Ausgangsbeschränkungen, Frei-Testen und Lockdowns. AK Präsident Erwin Zangerl fordert deshalb ein Ende des politischen Hickhacks und wirkungsvolle Maßnahmen, um den Menschen endlich umfassend die Möglichkeit zu geben, sich auf freiwilliger Basis impfen zu lassen.

Die Impfung gegen Corona sieht Tirols AK Präsident als echte Chance, die Pandemie effektiv zu bekämpfen und als großen Schritt in Richtung Normalität. „Wir haben eine in der EU zugelassene Impfung und verlieren uns in politischen Diskussionen. Noch immer liegt kein konkreter Impfplan vor, noch immer wird darüber diskutiert, wer wann wieviele Dosen Impfstoff in Österreich bekommen soll. Das ist fahrlässig“, sagt Zangerl. „Warum funktionieren die Impfungen in Israel, während Österreich dem Impfstoff nachläuft? Bei diesem Tempo wird es Jahre dauern, um der Bevölkerung Schutz zu gewähren“, so der AK Präsident.

Dabei ist das Tempo der Durchimpfung essenziell, wie Expertinnen und Experten betonen. „Wir haben keine Zeit, um abzuwarten. Wer auf Kosten der Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher spekuliert und sparen will, der hat seinen Job nicht verstanden“, kritisiert Zangerl die Aussagen der Regierung, die auf die Zulassung des englischen AstraZeneca-Impfstoffs wartet, der günstiger sein dürfte, als jener von BioNTech. Dabei seien die wirtschaftlichen Schäden und die Belastung der Bevölkerung durch Lockdowns weit gravierender. „Man hat bisher Milliarden ausgegeben, um die Symptome zu bekämpfen, jetzt, wo wir die Ursache bekämpfen könnten, wird zugewartet und spekuliert. Dabei hätte man längst Vorsorge treffen und sich um die Beschaffung des Impfstoffs kümmern können“, sagt Zangerl. So laufe Österreich Gefahr, auch heuer auf der Stelle zu treten.

„Schluss mit den Spekulationen. Die Gefahr kann nur gemeinsam bekämpft werden. Deshalb müssen die Fakten auf den Tisch und es braucht einen klar kommunizierten Plan, wie die Impfung flächendeckend eingesetzt werden kann, um rasch eine positive Wirkung zu erzielen“, fordert Zangerl.

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