Mann läuft Geld hinterher © Luis Louro/stock.adobe.com
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1700 Euro monatlich sind das Mindeste!

Die Zufriedenheit der Beschäftigten in Tirols Betrieben ist groß. Sie liegt über dem Österreichschnitt. Doch zu viele Überstunden und steigender Zeitdruck sorgen für höhere Belastungen. Und auch bei den Einkommen gibt es viel Luft nach oben. Das zeigt der aktuelle Arbeitsklima-Index für Tirol.

„Die Richtung stimmt, aber es gibt noch viel Luft nach oben“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl über die Tiroler Ergebnisse aus dem aktuellen Arbeitsklima-Index. Dieser zeigt: Die Zufriedenheit in den Tiroler Betrieben ist groß. Sie liegt sogar über dem Österreichschnitt. Doch steigender Zeitdruck und Überstunden sorgen für höhere Belastungen – sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. Dazu untermauern die 2018er-Daten beim Einkommen die Forderung nach dem 1.700-Euro-Mindestlohn in allen Kollektivverträgen. Seit 11 Jahren liefert der vom IFES-Institut erhobene Arbeitsklima-Index genaue Daten über die Arbeitswelt und dient der Arbeiterkammer als wichtiger Kompass. Tirol liegt mit 72 In­dexpunkten zwei Punkte über dem Zufriedenheitsniveau von Gesamt-Öster­reich. Vor allem gestiegen sind der generelle Wirtschaftsoptimismus und die individuellen Zukunftsperspektiven.

offen gesagt

„Tirol ist ein Hochpreisland mit hohen Lebenshaltungs- und Wohnkosten. Hier halten die Einkommen nicht mit. Die Tirolerinnen und Tiroler sind es gewohnt, hart und fleißig zu arbeiten. Aber ihre Arbeit muss auch etwas gelten. Mindestens 1.700 Euro brutto, 14 mal im Jahr, entsprechen etwa 10 Euro netto pro Stunde. Das sollte die Arbeit der Beschäftigten zumindest wert sein.“

Erwin Zangerl.
AK Präsident

Beim Teilindex Arbeit zeigt sich, dass steigende Belastungen, psychischer Stress, Zeitstress, Isolation am Arbeitsplatz, physische Belastungen und Innovationsstress den Beschäftigten zu schaffen machen. Gerade bei Letzteren ist ein starker Anstieg zu verzeichnen. Darauf reagiert die AK mit ihrem Zukunftsprogramm. Technische Veränderungen oder auch Innovationen bei Abläufen und Organisation stellen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor große Herausforderungen. Hier wird die AK helfen. Das Zukunftsprogramm soll den Mitgliedern das Rüstzeug geben, für diese laufenden Veränderungen gewappnet zu sein. Tirols Beschäftigte sollen durch die Unterstützung der Arbeiterkammer zu „Digitalisierungsgewinnern“ werden, sei es mit Workshops, Kursen oder Lehrgängen zum Thema Digitalisierung.

Zwar schlägt sich die gute Konjunktur auch in den Zufriedenheitswerten beim Einkommen und der Frage nach dem Auskommen nieder. Trotzdem profitieren nicht alle Arbeitnehmer gleichermaßen von den positiven Entwicklungen. Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hängt eng mit dem Einkommen zusammen. Wer mehr verdient, ist zufriedener.

Selbst wenn die Tiroler Beschäftigten mit ihren Arbeitsplätzen großteils zufrieden sind – mit dem Einkommen ist man es weniger. Denn fragt man genauer nach, ergibt sich ein differenzierteres Bild. So geben nur 7 % an, von ihrem Einkommen sehr gut leben zu können, 30 % kommen gerade über die Runden, für 6 % reicht das Einkommen nicht aus.

Mehr als ein Drittel der Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kämpft sich somit Monat für Monat weiter, in der Hoffnung, keine unnötigen Extra-Ausgaben tätigen zu müssen. AK Präsident Zangerl: „Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass von der gegenwärtigen Konjunktur nicht alle im gleichen Ausmaß profitieren. Arbeit hat Respekt verdient, und dieser Respekt muss sich auch in der Geldtasche bemerkbar machen. Tirol ist ein Hochpreisland mit hohen Lebenshaltungs- und Wohnkosten. Hier halten die Einkommen nicht mit. Die Tirolerinnen und Tiroler sind es gewohnt, hart und fleißig zu arbeiten. Aber ihre Arbeit muss auch etwas gelten. Mindestens 1.700 Euro brutto, 14 mal im Jahr, entsprechen etwa 10 Euro netto pro Stunde. Das sollte die Arbeit der Beschäftigten zumindest wert sein.“

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„Tirol ist ein Hochpreisland mit hohen Lebenshaltungs- und Wohnkosten. Hier halten die Einkommen nicht mit. Die Tirolerinnen und Tiroler sind es gewohnt, hart und fleißig zu arbeiten. Aber ihre Arbeit muss auch etwas gelten. Mindestens 1.700 Euro brutto, 14 mal im Jahr, entsprechen etwa 10 Euro netto pro Stunde. Das sollte die Arbeit der Beschäftigten zumindest wert sein.“

Erwin Zangerl.
AK Präsident