26.11.2015
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Einzelne Drogerieartikel in Innsbruck noch immer um bis zu 240 % teurer als in München

Bereits zum dritten Mal erhoben die Konsumentenschützer der AK Tirol die Preise von identen Drogerieartikeln in Innsbruck und München. Die nach den letzten Tests geäußerte AK Kritik an den eklatanten Preisunterschieden scheint doch bei einigen Anbietern angekommen zu sein: Der Warenkorb des diesmal günstigsten Anbieters in Innsbruck lag zumindest knapp unter dem teuersten in München. Dennoch müssen Kunden in Innsbruck für idente Produkte meist immer noch weit mehr bezahlen als in München.

In Kilometern ist die Distanz gar nicht so groß. Und doch sind die Preisunterschiede bei Drogerieartikeln enorm, je nachdem, ob Kunden sie in Innsbruck oder München kaufen. Soweit das Ergebnis der aktuellen Erhebung, für die die AK Konsumentenschützer im Oktober 2015 die Preise für einen Warenkorb mit insgesamt zehn identen Produkten verglichen haben. Die Artikel wurden stichprobenartig ausgewählt, wichtig dabei war, dass sie in allen aufgesuchten Geschäften in Innsbruck und München erhältlich waren.

Bei der aktuellen Drogerieartikel-Erhebung konnte in Innsbruck – im Jahresvergleich – zwar eine tendenzielle Vergünstigung festgestellt werden. Generell zeigte sich auch, dass bei den Märkten in Innsbruck im Vergleich zum Vorjahr vermehrt Aktionen im Bereich der Drogerieartikel angeboten wurden.
Dennoch ist der Österreich-Aufschlag – wie auch bei identen Lebensmitteln – seit längerem Realität, ohne dass es dafür eine nachvollziehbare Erklärung gäbe.

240 % Differenz bei Duschgel
Trotz der leichten Annährung gibt es weiter enorme Preisunterschiede von bis zu 239,77 %. So kostete die Nivea for men Pflegedusche Energy, 250ml, in München bei Kaufland 0,88 Euro, in Innsbruck bei Merkur und Billa 2,99 Euro.

Warenkorb zwischen 14,53 und 33,70 Euro
Interessant war die Entwicklung bei der Preisspanne für den gesamten Warenkorb:
In München war er bei Kaufland um 14,53 Euro am günstigsten bzw. bei Tengelmann für 21,70 Euro am teuersten.
In Innsbruck waren dieselben zehn Artikel heuer am günstigsten bei Mpreis für 20,95 Euro (und damit erstmals günstiger als der teuerste Warenkorb in München). Am teuersten war der Warenkorb in Innsbruck für 33,70 Euro bei Merkur.

Durchschnittlich kostete der Warenkorb in Innsbruck 25,62 Euro, in München hingegen nur 17,43 Euro. Bei einem Einkauf in Geschäften in Innsbruck muss für den Warenkorb daher im Schnitt um 47 % mehr bezahlt werden als in den Märkten in München.

AK Forderungen
Die AK Tirol hat die nicht nachvollziehbaren und exorbitant großen Preisunterschiede zu Lasten der Tiroler Bevölkerung mehrfach aufgezeigt. Zudem wurden die Behörden von den Ergebnissen der Preiserhebungen informiert und Abhilfe verlangt, auch Hersteller und Händler wurden mit dieser Diskrepanz konfrontiert.

„Offenbar haben unsere Aktivitäten eine erste Wirkung gezeigt“, so AK Präsident Erwin Zangerl. „Dennoch sind die Österreich-Aufschläge bei identen Produkten von bis zu knapp 240 % inakzeptabel. Worauf warten die Verantwortlichen bei Bundeswettbewerbsbehörde und Europäischer Kommission? Wir haben sie über diese unhaltbaren Zustände in Kenntnis gesetzt, tätig wurden sie bislang jedoch nicht. Wir fordern: Die nicht nachvollziehbaren Preisunterschiede sind genau zu analysieren. Ein laufendes Wettbewerbs- bzw. Preismonitoring muss installiert werden, und gegen Wettbewerbsverstöße ist endlich strikt vorzugehen.“

Bei allen angegebenen Preisen handelt es sich um Inklusivpreise, d. h. die entsprechenden Umsatzsteuern (Österreich 20 %, Deutschland 19 %) sind enthalten. Bei der Preiserhebung wurden auch Aktionspreise berücksichtigt, nicht jedoch Kundenkarten bzw. Mengenrabatte.

AK checkt die Preise bei Winterreifen

Der Winter kommt bestimmt. Deshalb hat die AK die Preise für neue Winterreifen gecheckt. Das Ergebnis: Es gibt satte Unterschiede.

92 Euro in München, 119 Euro in Innsbruck

Ein zweiter AK Preistest bei Lebensmitteln zeigt: In Bayern bekommen Konsumenten mehr für ihr Geld. Differenzen von bis zu 175 % wurden erhoben!

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