Langläufer auf Loipe © ARochau/stock.adobe.com
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Loipen im AK Check: über 80 Prozent kostenlos, Infrastruktur überzeugt

Mit einem umfangreichen und großteils kostenlosen Loipennetz warten die Tiroler Tourismusverbände auch in der Saison 2019/2020 auf. Die Infrastruktur ist ansprechend, die Loipen selbst meist kostenlos. Nur einige wenige Tourismusverbände halten weiterhin an ihrer Preispolitik und missverständlichen Loipenkilometerangaben fest.

Bereits zum achten Mal hat die AK Tirol eine Erhebung zum Loipenangebot in Tirol durchgeführt. Auch heuer wurden wieder rund 3.000 Loipenkilometer erfasst. 36 von 37 mittels Fragebogen kontaktierte Tourismusverbände haben an der diesjährigen Erhebung teilgenommen.

Gefragt wurde wieder nach

  • Anzahl der Loipen,
  • Loipenlängen und -arten (klassisch oder Skating-Strecken),
  • Kosten für die Loipenbenutzung (mit und ohne Gästekarte) und Vergünstigungen,
  • Infrastruktur (Parkmöglichkeiten, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Ausrüstungsverleih).

Die längsten zusammenhängenden Loipen befinden sich in der Tiroler Zugspitz Arena (Tiroler Zugspitz Arena Loipe) mit rund 42 Loipen-Kilometer, in Forchach-Steeg (Lechtal-Loipe mit rund 40 Loipenkilometer) und in Tannheim (Rundloipe Ski-Trail) mit rund 31 Loipen-Kilometer. Das umfangreichste Loipennetz bietet, folgt man den Angaben der Tourismusverbände, die Region Kitzbühler Alpen St. Johann mit 250 Loipen-Kilometer, gefolgt von der Olympiaregion Seefeld mit 247,5 Loipen-Kilometer, vor dem Lechtal mit 230 Loipen-Kilometer und der Region Achensee mit 213 Loipen-Kilometer. 


FAZIT

Tirol bietet insgesamt ein beeindruckendes und umfangreiches Loipennetz sowie sehr gute Infrastruktur für Langlaufbegeisterte. Langlaufen zeigt sich erneut als überwiegend noch immer kostengünstige Sportart in der Natur. Erneut zu fordern bleibt aber auch heuer wieder, dass einige wenige Tourismusverbände ihre Preispolitik und missverständlichen Loipenkilometerangaben überdenken sollten. Langlaufen muss auch weiterhin ein leistbarer Sport bleiben.

Bereits in den letzten Jahren musste aber festgestellt werden, dass die Kilometer-Angaben einiger Tourismusverbände nur als Orientierungshilfe dienen: Dadurch, dass viele Loipen sowohl mit klassischer als auch Skating-Technik befahren werden können, erfolgt oftmals eine Doppelzählung – obwohl klassische und Skating-Strecke großteils parallel angelegt sind. Für die Tiroler Wintersportler wird daher seit Jahren eine korrekte Bewerbung und klare und eindeutige Information bei den Angaben zu den Loipen-Kilometern gefordert. Auch wenn eine Loipe auf zwei Arten befahren werden kann, wird die Strecke dadurch nicht länger.

Die meisten Tourismusverbände nehmen sich diese Forderung zu Herzen und verzichten darauf, klassische und Skating-Strecken zu addieren und achten damit auf korrekte Angaben. Einige wenige Tourismusverbände sollten ihre Angaben jedoch überdenken, um eine bessere Vergleichbarkeit aller Regionen zu gewährleisten.

Ansprechende Infrastruktur

 Auch für die kommende Saison zeigt sich wieder: Der Großteil der Loipen ist sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Pkw gut erreichbar. Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es bei fast jeder Loipe, nur zum Teil sind die Parkplätze kostenpflichtig oder nur begrenzt verfügbar. Allfällige Parkgebühren werden zum Teil stundenweise, zum Teil tageweise verrechnet. Das nötige Langlaufequipment kann zumeist in den Sportgeschäften oder Schischulen der umliegenden Ortschaften ausgeliehen werden.

Preise

 Von insgesamt 511 erhobenen Loipen sind 416, also 81,4 %, kostenlos nutzbar, wobei zum Teil – vor allem bei den Höhenloipen – die Benutzung der Bahn entgeltlich ist.

Kostenpflichtig sind unter anderem die meisten Loipen in Osttirol, in Pertisau (hier ist die Loipenbenutzung mit Gästekarte auch heuer wieder kostenlos, das Langlaufen ohne Gästekarte kostet 6 Euro pro Tag), außerdem alle Loipen im Pillerseetal: Hier kostet das Tagesticket mit und ohne Gästekarte 6 Euro pro Tag, die 3-Tageskarte ohne Gästekarte ist aber um 2 Euro (15 %), die Wochenkarte ohne Gästekarte um 6 Euro (26 %) teurer als mit Gästekarte.

Kostenpflichtig sind außerdem auch heuer wieder alle Loipen in Seefeld. Hier wurde der Preis für ein Tagesticket ohne Gästekarte im Vorabkauf von 10 auf 11 Euro angehoben (10 %). Immerhin wurden auch die Preise für Tagestickets im Vorabkauf mit Gästekarte angehoben, nämlich von 5 auf 7 Euro. Wird das Ticket direkt an der Loipe gekauft, kostet es – mit und ohne Gästekarte – heuer 20, statt wie im Vorjahr 15 Euro – die Preise wurden um 5 Euro pro Ticket (33 %!) erhöht.

Auch wenn Gästekarteninhaber beim Ticketkauf direkt an der Loipe gleich tief in die Tasche greifen müssen, im Vorverkauf zahlen Gäste insgesamt auch heuer wieder wesentlich weniger, nämlich 7 Euro pro Tag oder 20 Euro für die gesamte Dauer ihres Aufenthaltes.

Auch die Preise für die Saisonkarte wurden erhöht: das Vorverkaufsticket (erhältlich bis 30.11.19) kostete 110 (statt im letzten Jahr 100) Euro (damit um 10 % mehr), auch im regulären Verkauf kostet die Saisonkarte heuer um 10 Euro mehr, nämlich 160 Euro (Preissteigerung von 7 %).

Eine Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr konnte außerdem noch bei einigen Loipen in Osttirol festgestellt werden – hier wurden die Preise für die Tageskarte von 6 auf 7 Euro, damit um 17 % erhöht.

Fazit

Tirol bietet insgesamt ein beeindruckendes und umfangreiches Loipennetz sowie sehr gute Infrastruktur für Langlaufbegeisterte. Langlaufen zeigt sich erneut als überwiegend noch immer kostengünstige Sportart in der Natur. Erneut zu fordern bleibt aber auch heuer wieder, dass einige wenige Tourismusverbände ihre Preispolitik und missverständlichen Loipenkilometerangaben überdenken sollten. Langlaufen muss auch weiterhin ein leistbarer Sport bleiben.

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Tirol bietet insgesamt ein beeindruckendes und umfangreiches Loipennetz sowie sehr gute Infrastruktur für Langlaufbegeisterte. Langlaufen zeigt sich erneut als überwiegend noch immer kostengünstige Sportart in der Natur. Erneut zu fordern bleibt aber auch heuer wieder, dass einige wenige Tourismusverbände ihre Preispolitik und missverständlichen Loipenkilometerangaben überdenken sollten. Langlaufen muss auch weiterhin ein leistbarer Sport bleiben.