25.4.2018
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Tirol bleibt teures Pflaster: Markenlebensmittel sind in Bayern noch immer viel billiger!

Tirol bleibt teures Pflaster: Markenlebensmittel sind in Bayern noch immer viel billiger!

Auch der 4. Preisvergleich von Markenlebensmitteln in München und Innsbruck durch die AK Konsumentenschützer belegt massive Benachteiligungen für die Konsumenten in Tirol: Sie müssen für viele idente Produkte wesentlich mehr bezahlen, als in Bayern.

Ob Drogerieartikel oder Lebensmittel, die AK Konsumentenschützer beobachten laufend die Preisentwicklung in Tirol und im benachbarten Bayern. Doch auch die aktuelle Erhebung bei Markenlebensmitteln vom April 2018 zeigt einmal mehr, dass die Konsumenten in Innsbruck gegenüber jenen in München die Draufzahler sind. Und zwar ohne nachvollziehbaren Grund.

Die Fakten:

  • In Tirol müssen Kunden für zahlreiche idente Produkte noch immer wesentlich tiefer in die Tasche greifen.
  • Wieder wurden nicht nachvollziehbare Preisunterschiede bei einzelnen Produkten von bis zu 152,10 % festgestellt.
  • Die Europäische Kommission muss endlich handeln, um diese augenscheinliche Benachteiligung zu beenden. Denn: Nachvollziehbare Erklärungen für derart eklatante Preisunterschiede gibt es bis heute nicht.

„Obwohl die AK Tirol die entsprechenden Stellen der Europäischen Kommission bereits mehrfach informiert und zum Handeln aufgerufen hat, blieben diese bis dato untätig. Wie oft müssen so enorme, nicht begründbare Preisunterschiede denn noch aufgezeigt werden, damit in Brüssel endlich etwas geschieht“, ist AK Präsident Zangerl verärgert. „Doch die AK Tirol bleibt dran und fordert die zuständigen Stellen in Brüssel abermals auf, Untersuchungen einzuleiten, um diesen Differenzen auf den Grund zu gehen bzw. diese zu bereinigen. Ebenso wird erneut die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde informiert, die bereits ein wachsames Auge auf die Preisgestaltung geworfen hat.“

Zur Erhebung

Der Warenkorb

Für die aktuelle Erhebung wurde von den AK Konsumentenschützern ein Warenkorb mit 30 identen Markenlebensmitteln zusammengestellt.
Wichtig dabei war, dass alle Produkte in allen ausgewählten Geschäften erhältlich waren: In Innsbruck bei Billa, Merkur, Eurospar, MPreis und Spar; in München bei Edeka, Rewe, Real, Hit und Kaufland.

Ergebnisse im Überblick 

Während in Innsbruck die Preise für den kompletten Warenkorb zwischen 113,96 Euro (Merkur) und 118,66 Euro (Billa) lagen, bewegten sich in München die Preise zwischen 89,46 Euro (Hit) und 98,84 Euro (Rewe).
Im Schnitt kostete der Warenkorb in München 94,20 Euro und in Innsbruck 116,76 Euro. Damit lag der Unterschied bei 23,94 %.
Der günstigste Warenkorb in Innsbruck war mit 113,96 Euro (Merkur) noch immer erheblich teurer als der teuerste in München mit 98,84 Euro (Rewe).


Einige Details

  • Die Preisunterschiede lagen bei einzelnen Produkten bei bis zu 152,10 %.
  • Spitzenreiter bei den Preisdifferenzen waren mit 152,10 % die McCain 1 2 3 frites Original 750g: In Innsbruck kosteten sie beim teuersten Anbieter 3 Euro, während es sie in München beim billigsten Anbieter bereits für 1,19 Euro gab.
  • Enorme Preisunterschiede von mehr als 100 % wurden erhoben bei:
    Barilla Spaghetti Nr. 5                                                   120,78 %
    Pringles Original                                                             106,67 %
    Duplo Schokolade mit Waffel                                      101,34 %
  • „Saftig“ auch die Differenz von 90,09 % bei Fratelli Branca – Fernet Branca.
  • Preisunterschiede von mehr als 50% wurden erhoben bei:
    Philadelphia Frischkäse Natur (bzw. div. Sorten)    70,71 %
    Red Bull Energy drink                                                   67,37 %
    Rama Unilever Culinesse                                            63,87 %
    Teekanne Fix Minze Doppelkammer                          54,26 %
    Fratelli Averna – Averna Amaro Siciliano                  50,05 %

 

Zum Ablauf

Alle Preise wurden in der Kalenderwoche 15 (9. -12. April 2018) ohne Berücksichtigung von Mitglieds- bzw. Kundenkarten oder Mengenrabatten erhoben. Es wurden jene Preise herangezogen, die ein Konsument, der ohne Mitgliedskarte das Geschäft betritt, für ein Produkt am Tag der Preiserhebung zahlen hätte müssen. Dies inkludiert auch Aktionspreise.

Bei den angegebenen Preisen handelt es sich um Inklusiv-Preise, das heißt der entsprechende Umsatzsteuersatz in Österreich und Deutschland ist enthalten.
Die Umsatzsteuer-Sätze zwischen Deutschland und Österreich unterscheiden sich nur geringfügig. Der Mehrwertsteuersatz beträgt in Österreich 20 % bzw. 10 % (ermäßigter Steuersatz), in Deutschland 19 bzw. 7 % (ermäßigter Steuersatz).

Lebensmittel in Tirol teurer als in Bayern

AK Preistest mit haarsträubendem Ergebnis: Der teuerste Supermarkt in München ist noch immer billiger als der günstigste in Tirol.

92 Euro in München, 119 Euro in Innsbruck

Ein zweiter AK Preistest bei Lebensmitteln zeigt: In Bayern bekommen Konsumenten mehr für ihr Geld. Differenzen von bis zu 175 % wurden erhoben!

Österreich-Aufschlag auch bei Lebensmitteln

Wieder belegt die AK enorme Preisunterschiede zwischen München und Innsbruck. In Bayern waren alle 37 Produkte günstiger – um bis zu 170 %.

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