30.6.2015
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Erfreulicher Apfeltest der AK Tirol: Sowohl konventionelle als auch Bioäpfel können sich sehen lassen!

Die Arbeiterkammer Tirol hat verpackte Äpfel aus biologischem und konventionellem Anbau in sechs Supermärkten stichprobenartig unter die Lupe genommen. Das Testergebnis ist erfreulich: Die gesetzlich festgelegten Höchstwerte für Schädlingsbekämpfungsmittel bei konventionellen Produkten wurden bei weitem nicht erreicht. Bio-Äpfel waren gänzlich frei von Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Obst und Gemüse kann von Natur aus Schadstoffe enthalten, mit Rückständen von Pestiziden, Keimen oder sonstigen Umweltschadstoffen belastet sein oder zu schimmeln beginnen.

Konventionell angebaute Äpfel werden vielfach – wie die meisten anderen Obst- und Gemüsesorten – um den Ertrag zu sichern unter Einsatz von Chemie produziert und mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt.

Um herauszufinden, wie belastet unsere Äpfel sind, und ob Bio-Äpfel wirklich besser sind, haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Tirol bei insgesamt sechs bekannten Supermärkten stichprobenartig Äpfel aus konventionellem und biologischem Anbau gekauft. Untersucht wurden die gezogenen Proben von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt AGES.

Äpfel überzeugen
Neben einer Prüfung des Aussehens, Geruchs und Geschmacks, wurden die Äpfel ungewaschen und ungeschält auf Verunreinigungen, Rückstände und Schädlingsbekämpfungsmittel untersucht. Bei einigen Proben konnten gekeimte Samen im Kerngehäuse oder Druckstellen und Verfärbungen festgestellt werden, in solchen Fällen gilt: Das Kerngehäuse wegschneiden. Einige wenige Proben waren von einem Schimmelpilz im Kerngehäuse befallen. Kelch und Kerngehäuse sind in diesem Fall jedenfalls ungenießbar, hier sollte der Apfel entweder entsorgt, jedenfalls aber sollten Kelch und Kerngehäuse großflächig weg geschnitten werden.

Die Untersuchung der Proben auf mehr als 500 Pestizide war sehr erfreulich.

Konventioneller Anbau
Bei sämtlichen Äpfeln aus konventionellem Anbau war zwar zumindest ein Schädlingsbekämpfungsmittel nachweisbar – die Grenzwerte wurden jedoch bei weitem nicht erreicht.

Bei zwei von sechs konventionellen Produkten wurde jeweils ein Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, bei den restlichen wurden zwischen vier und fünf verschiedene Substanzen festgestellt.

Die nachgewiesenen Mengen der einzelnen Schädlingsbekämpfungsmittel lagen aber bei weitem unterhalb der Höchstwerte für das jeweilige Pestizid. Insgesamt wurden die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte demnach in keinem Fall erreicht oder überschritten – alle getesteten Produkte waren zweifelsfrei verkehrsfähig.

Bio-Äpfel pestizidfrei
Bei den Äpfeln aus biologischem Anbau waren überhaupt keine Schädlingsbekämpfungsmittel bestimmbar. Für die Erzeugung biologischer Produkte gelten EU-weit einheitlich festgelegte (Mindest-)Vorgaben. Zentrales Element der biologischen Landwirtschaft ist der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Die gesetzlichen Höchstwerte für Bio-Produkte liegen daher weit unter jenen für konventionelle Produkte. Im Test schnitten alle Bio-Produkte sehr gut ab, alle analysierten Wirkstoffe lagen unter der Bestimmungsgrenze.

Preisvergleich
Die konventionellen Äpfel kosteten zwischen 1,29 € und 2,60 € pro Kilo. Bio-Äpfel kosteten zwischen 2,49 € und 4,60 € pro Kilo. Äpfel aus biologischem Anbau waren daher großteils teurer als solche aus konventionellem Anbau, der Griff zum Bio-Produkt lohnt sich aber, da Bio-Produkte in der Regel kaum mit Pestiziden belastet sind – das EU-Bio-Siegel verspricht grundsätzlich den Verzicht auf die Verwendung von Pestiziden.

Zudem liegen die gesetzlichen Höchstwerte für Bio-Produkte weit unter jenem für konventionelle Produkte.

Bio erkennen und nutzen
Bio-Produkte, die in der EU produziert oder verkauft werden, tragen das EU-Bio-Siegel, verpackte Bio-Produkte tragen in Österreich außerdem die Kennzeichnung „aus (kontrolliert) biologischer oder ökologischer Landwirtschaft/Anbau“. Auch regionale Bio-Siegel sind zulässig.

Neben dem EU-Bio-Logo muss die Bio-Kontrollnummer angeführt sein (Beispiel: AT-BIO-701: AT = Sitz der Bio-Kontrollstelle, 7 = Bundesland (in diesem Fall Tirol), 01 = Nummer der Kontrollstelle).

Das Ergebnis des AK-Apfeltests zeigt: Wer sicher sein will, entscheidet sich für Äpfel aus biologischem Anbau: Im biologischen Anbau ist die Anwendung von synthetischen Pestiziden verboten.

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