Mechaniker beim beim Fahrrad-Service © KZenon/stock.adobe.com
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AK-Erhebung zeigt: Preise für Fahrradservice sind deutlich gestiegen 

Fahrradhändler in Tirol haben im letzten Jahr ihre Servicepauschale erhöht – zu diesem Schluss kam die AK Tirol im Zuge ihres diesjährigen Fahrradservice-Preisvergleichs. 2018 kostete das günstigste „kleine Service“ noch 25 Euro – heuer sind es 36 Euro. Auch das „große Service“ ist teurer geworden. Insgesamt gaben 18 Anbieter Auskunft über ihre Leistungen und Preise.

Wer bis jetzt sein Fahrrad noch nicht sommertauglich gemacht hat, sollte das in den kommenden Wochen nachholen. Funktionieren die Bremsen noch einwandfrei? Oder muss vielleicht die Fahrradkette gereinigt oder geschmiert werden? Auch wenn keine offensichtlichen Mängel vorliegen, sollte man sich erst wieder in den Sattel schwingen, wenn das Rad beim Service war. Bei einer professionellen Wartung können nämlich Sicherheitsmängel entdeckt und behoben  werden, die dem Fahrradbesitzer selber nicht aufgefallen wären. Somit kann auch das Unfallrisiko minimiert werden. Einmal jährlich sollte das Rad daher mindestens zum Service. Wer sich vorab über Preise und Leistungen informiert, kann sich beim Fahrradservice außerdem einiges sparen.

In der Regel bieten die meisten Fahrradhändler Servicepauschale an: Unterschieden wird zwischen dem „kleinen“ und dem „großen Service“. Welche Leistungen ein „kleines“ bzw. ein „großes Servicepaket“ umfasst, legt der Anbieter jedoch selbst fest; informieren Sie sich deshalb immer vorab über das genaue Leistungsangebot. Wird der Preis nach tatsächlichem Zeitaufwand verrechnet, sollte der Anbieter Ihnen einen Schätzwert im Vorhinein geben, damit es später zu keinen bösen Überraschungen kommt.

ak tipps

  • Geben Sie Ihr Fahrrad regelmäßig ins Service, um Ihre Fahrsicherheit zu erhöhen und kostspielige Reparaturen, die ansonsten in der Zukunft drohen könnten, zu vermeiden.
  • Informieren Sie sich vorab über Servicepakete: Was kosten sie? Welche Leistungen sind enthalten? Und wie lange dauert die Wartung in etwa?
  • Weisen Sie auf Mängel hin, von denen Sie wissen.
  • Vereinbaren Sie, dass Sie vor einer größeren Reparatur über Art und Kosten informiert werden (Telefonnummer hinterlassen!).
  • Achten Sie auf Serviceaktionen.

Preise deutlich gestiegen

Radfahren oder vielmehr die Instandhaltung eines Fahrrades ist seit dem Vorjahr deutlich teurer geworden: Letztes Jahr kostete das günstigste „kleine Service“ 25 Euro; heuer werden dafür 11 Euro mehr, also 36 Euro, verlangt. Und während man vor einem Jahr noch 64 Euro für das billigste „große Service“ bezahlen musste, sind es heute 79,99 Euro – das bedeutet einen Preisanstieg von 15,99 Euro in 12 Monaten. Am wenigsten hat sich an den Stundensätzen geändert: 2018 betrug der niedrigste 45 Euro, heuer sind es 5 Euro mehr (2019: 50 Euro).
Der AK Preisvergleich zeigt: Während einige Anbieter ihre Preise seit dem Vorjahr deutlich angehoben haben (dafür aber auch teilweise mehr bieten), haben andere ihre Preise überhaupt nicht erhöht.

Kleines oder großes Service?

Das „kleine Service“ umfasst in der Regel eine allgemeine Überprüfung auf Verkehrssicherheit, wie etwa die Prüfung und Justierung der Schaltung vorne und hinten, die Reinigung und Wartung der Kette, die Kontrolle der Reifen und des Luftdrucks, die Einstellung der Bremsanlage, das Fetten und Reinigen bzw. – bei Bedarf – Tauschen der Tretlager, die Überprüfung von Verschleißteilen, die Kontrolle des Rahmens und die Überprüfung der Lichtanlage. Der durchschnittliche Zeitaufwand für ein „kleines Service“ beträgt eine Stunde. Mit 36 Euro bis 70 Euro muss man bei einem „kleinen Service“ rechnen; es besteht eine Preisdifferenz von 34 Euro zwischen dem kostengünstigsten und dem teuersten „kleinen Service“.

Das „große Service“ dauert eine Stunde länger als das „kleine“, also zwei Stunden, da der Leistungsaufwand entsprechend größer ist: Beim „großen Service“ werden, wenn nötig, die Laufräder vorne und hinten zentriert, die Schaltung justiert, die Bremsanlage entlüftet und neu befüllt, und die Bremsbeläge und Bremsscheiben geprüft; die Tretlager werden gereinigt, Hinterbaulager auf Leichtigkeit und Lagersitz kontrolliert, Schalt- und Bremsseile auf Korrosion überprüft und bei Bedarf ausgetauscht und Schrauben nachgezogen; alle beweglichen Gelenke und Verschleißteile wie Kette, Kassette und Kettenbänder werden überprüft und, wenn nötig, ausgetauscht und der Rahmen auf Risse und starke Verformungen kontrolliert. Natürlich muss auch die Lichtanlage geprüft und, falls erforderlich, ausgetauscht werden. Der Preis für das umfangreiche Service beläuft sich zwischen 79,99 Euro und 149 Euro; die Preisdifferenz beträgt also 69,01 Euro.

Üblicherweise bezieht sich der angegebene Preis auf die Serviceleistung ohne Material.

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E-Mail: konsument@ak-tirol.com 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.

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  • Geben Sie Ihr Fahrrad regelmäßig ins Service, um Ihre Fahrsicherheit zu erhöhen und kostspielige Reparaturen, die ansonsten in der Zukunft drohen könnten, zu vermeiden.
  • Informieren Sie sich vorab über Servicepakete: Was kosten sie? Welche Leistungen sind enthalten? Und wie lange dauert die Wartung in etwa?
  • Weisen Sie auf Mängel hin, von denen Sie wissen.
  • Vereinbaren Sie, dass Sie vor einer größeren Reparatur über Art und Kosten informiert werden (Telefonnummer hinterlassen!).
  • Achten Sie auf Serviceaktionen.