„Safer Internet Day“: So surfen Sie sicher

Ob Tipps zum sicheren Nutzen von Internet und sozialen Netzwerken oder Hilfe bei Rechtsproblemen und Kostenfallen: Die Experten von AK Tirol und InfoEck-Jugendinfo Tirol sind eine unverzichtbare Anlaufstelle und stehen Kindern und Erwachsenen mit Rat und Tat zur Seite.

Im Internet lauern unzählige Gefahren, die für Konsumentinnen und Konsumenten mitunter sehr teuer werden können: Von versteckten Abfragen nach Bankdaten oder Passwörtern über Abzocke durch unseriöse Schlüsseldienste bis zu unzähligen Varianten gefälschter eMails, die den Eindruck vermitteln, sie stammen von seriösen Absendern. Bekannt sind derzeit etwa gefälschte Post- oder DHL Versand-benachrichtigungen, „A1“-Online-Rechnung, „Amazon“-Bestellbestätigung, Programm-Update für „Adobe Flash Player“ oder „Windows 10“ sowie Zahlungsaufforderungen von „Telekom Deutschland GmbH“, „GiroPay GmbH“ oder „Online24 Pay AG“. Das perfide daran ist: Die eMails haben oft eine Schadsoftware im Anhang, die sich beim Öffnen der Datei installiert, Nutzerdaten ausspioniert oder den Computer lahmlegt.

Andere Varianten enthalten einen Link, der angeblich zu einer Unternehmensseite führt, tatsächlich landet der Nutzer aber auf einer gefälschten Webseite, auf der er zur Eingabe persönlicher Daten wie Online-Banking-Daten oder Kennwörtern aufgefordert wird. Häufige Versionen dieser „Phishing“ („Password-Fishing“)-eMails stammen angeblich von „Paypal“ , „Card Complete“ oder anderen Finanzdienstleistern und Banken, meist wird mit einer Sperre des Kontos gedroht, wenn man nicht rasch seine Nutzerdaten „verifiziert“.

Teilweise werden eMails auch über gehackte Accounts von ahnungslosen Nutzern verschickt, was die Erkennbarkeit noch einmal erschwert. 

Kontakt

Persönliche Anliegen 

Mo - Fr von 8 bis 12 Uhr
Mo von 14 bis 16 Uhr und
Mi von 13 bis 17 Uhr

Telefonische Hilfe 

0800/22 55 22 - 1818

Mo - Do von 8 bis 12 Uhr und
von 14 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 12 Uhr 

E-Mail: konsument@ak-tirol.com 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.

Rat & Hilfe

Die Experten vom InfoEck - helfen unter  Tel. 0512/57 17 99 oder info@infoeck.at
Viele Tipps gibts auch von den Konsumentenschützern der AK Tirol  unter Tel. 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@tirol.com

Anrufe falscher Microsoft-Mitarbeiter

Jüngst mehrten sich auch Anfragen und Schadensfälle, weil sich Anrufer als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und behaupten, dass sie ein technisches Problem am Computer der Konsumenten, wie einen Virenbefall beheben wollen. Dafür werden Konsumenten überredet, ein Fern-Kontroll-Programm zu installieren und dem Anrufer Zugriff auf den Computer zu ermöglichen. Werden Bankdaten gefunden,veranlassen die Betrüger in der Folge so viele Überweisungen wie möglich. In manchen Fällen, wenn die Betroffenen schnell reagiert haben, konnte das ergaunerte Geld über die Banken zurück überwiesen werden.

„Safer Internet Day“

Den „Safer Internet Day“ – ein jährlicher internationaler Aktionstag, der am 5. Februar zum 16. Mal stattfindet – nehmen AK Tirol und InfoEck zum Anlass, aktuelle Probleme aufzuzeigen und die Konsumenten zu warnen.  Unter dem Motto „Safer Internet Day: Together for a better internet“ beteiligen sich heuer über 130 Länder. Dieser Aktionstag wurde von der Europäischen Kommission initiiert und  dient der Bewusstseinsbildung für eine sichere Nutzung des Internets und der digitalen Medien.

ak tipps

AK Experten helfen

Die AK Tirol berät und unterstützt Konsumenten persönlich in Innsbruck und den Bezirken, telefonisch unter der Hotline 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@ak-tirol.com Infos finden Sie auch auf www.ak-tirol.com 
Mit konkreten Tipps wollen die Experten schon vorbeugend helfen, dass Internetbenützer mögliche Fallen rechtzeitig erkennen:

AK Tipp: Simpler aber effektiver Schutz vor Gaunereien

  • Hinterfragen Sie immer, ob die eMails tatsächlich plausibel und glaubwürdig sind. Bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis gegenüber allzu verlockenden Angeboten und fragwürdigen Nachrichten. Achten Sie nicht auf den Namen des eMail Absenders, sondern auf dessen eMail-Adresse, daran sind Fälschungen oft leicht zu erkennen, da diese nicht mit den Daten der „echten“ Unternehmen übereinstimmt.
  • Öffnen Sie keine eMails und insbesondere keine Anhänge von unbekannten Absendern, reagieren Sie auf keine nicht nachvollziehbaren Zahlungsaufforderungen. Löschen Sie solche Nachrichten.
  • Folgen Sie keinen Aufforderungen, Ihre sensiblen Nutzerdaten bekanntzugeben. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihre Bank über eine Ihnen schon bekannte Telefonnummer oder Kontaktperson.
  • Wer ein Schadprogramm installiert hat oder auf Phishing hereingefallen ist, sollte sich mit seiner Bank in Verbindung setzen und die betroffenen Konten sperren sowie den betroffenen Computer oder Smartphone mit einem Virenscanner prüfen.

Aktuelle Virenscanner im Internet sind auf der Seite www.watchlist-internet.at gesammelt, die auch von der AK unterstützt wird. Bei dubiosen Anrufen aller Art das Gespräch sofort beenden. Sollte bereits ein Gespräch bzw. ein Zugriff auf den Computer erfolgt sein, diesen vom Internet trennen und Passwörter ändern.

Infoeck hilft

Auch InfoEck hilft beim sicheren Umgang mit digitalen Medien

Der Jugend-Internet-Monitor zeigt jährlich auf, wie Jugendliche Apps konsumieren. Im Jahr 2018 nutzten 85 % der österreichischen Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren die Messenger-App WhatsApp und die meisten nutzten auch noch andere soziale Netzwerke. Dabei sind sich junge Menschen oft nicht bewusst, welche privaten Informationen bei der Nutzung von Apps oder anderen Online-Diensten preisgegeben werden, und stehen dadurch vor vielen Herausforderungen. Das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten sind dennoch ein fixer Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher. Deshalb ist es besonders wichtig, sie bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.

Bei Fragen rund um das Thema „Neue Medien“, die den sicheren Umgang mit dem Smartphone, Cyber-Mobbing, Fake-News, Sexting oder beliebte Apps wie Snapchat, Instagram oder WhatsApp betreffen, finden Eltern und Jugendliche Rat und Hilfe beim InfoEck der Jugendinfo Tirol, das auch seit 2016 Tirols zertifizierte Safer-Internet-Koordinationsstelle ist. Bei einem persönlichen Gespräch in den InfoEck-Standorten in Innsbruck, Imst und Wörgl, telefonisch unter 0512/57 17 99 oder per eMail unter info@infoeck.at kann man sich jederzeit Informationen, Tipps und Ratschläge holen.

Daten selber schützen

Das Nutzen von Apps wie WhatsApp, Snapchat oder Instagram können sich viele Jugendliche nicht mehr aus ihrem Alltag wegdenken. Neben den Vorteilen dieser Apps ist jungen Menschen oft nicht klar, wer ihre Daten sehen und was damit passieren kann. Das ist besonders bei der Verbreitung von expliziten Fotos gefährlich und kann sogar strafrechtliche Konsequenzen haben. Außerdem kommen Jugendliche über solche Plattformen oft mit problematischen Inhalten speziell mit unerwünschter Werbung, Gewalt und Pornografie ungewollt in Kontakt. Deshalb ist Aufklärung im Umgang mit digitalen Medien sehr wichtig. 
Folgende Tipps sollten beim Umgang mit dem Internet beachtet werden:

  • Privatsphäre schützen: Beachten und überprüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken. Man kann Profile auf den Modus „privat“ stellen, Freundesgruppen anlegen und Regeln über die Freigabe von Daten sowie die Zugriffsrechte von Apps festlegen. Informationen und Leitfäden mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anweisungen findet man auf www.saferinternet.at.
  • Sichere Passwörter verwenden: Apps und Online-Zugänge sollten immer mit Passwörtern gesichert werden, die auch nicht mit anderen geteilt werden sollten. Verwenden Sie mindestens zehn Zeichen, Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen. Sie können die Sicherheit Ihres Passworts zum Beispiel unter www.checkdeinpasswort.de überprüfen.
    • Interesse zeigen: Lernen Sie mit Jugendlichen gemeinsam die verschiedenen Apps und Einstellungen kennen.
    • Vorbildwirkung: Seien Sie mit Ihrer eigenen Mediennutzung ein Vorbild. Wenn Regeln, wie beispielsweise kein Handy beim gemeinsamen Essen, aufgestellt werden, sollten Sie sich auch selbst daran halten.
    • Rechtliche Aufklärung: Informieren Sie Jugendliche über rechtliche Konsequenzen, speziell im Bereich Kinderpornografie, Diskriminierung und Gewalt.

Weitere Informationen und Tipps zur sicheren und verantwortungsvollen Mediennutzung finden Sie auch unter www.mei-infoeck.at