AK Tirol und InfoEck geben Tipps rund um eine sichere Internet-Nutzung

Der „Safer Internet Day“ ist ein jährlicher internationaler Aktionstag, der heuer am 11. Februar schon zum insgesamt 17. Mal stattfindet und unter dem Motto „Together for a better Internet“ steht. Zahlreiche Länder beteiligen sich auch heuer wieder weltweit und stellen diesen Tag ganz ins Zeichen der Bewusstseinsbildung rund um eine sichere Nutzung der digitalen Medien. AK Tirol und InfoEck – Jugendinfo Tirol informieren über aktuelle Probleme und geben anlässlich des Aktionstages Tipps für  Jugendliche und Erwachsene. Bei Fragen helfen die Expertinnen und Experten von AK Tirol und InfoEck gerne weiter.

Neue Medien zu nutzen, ist heute zwar normal, allerdings birgt der zu sorglose Umgang mit Computer oder Smartphone auch Gefahren. Denn nicht immer geht es um Kommunikation auf Augenhöhe, immer häufiger werden Nutzer, die allzu vertrauenswürdig sind, Opfer von bewussten Irreführungen bis hin zu verbrecherischen Aktivitäten. Egal ob Fake News, Cybermobbing, Sexting oder Phishing, die digitale Welt ist unübersichtlich und auch gefährlich. Deshalb sollte man sich eingehend informieren, wie man das Internet richtig nutzen und Gefahren entgegentreten kann. Antworten auf alle Fragen – von Fake News bis hin zu beliebten Apps wie Snapchat, Instagram oder WhatsApp – finden Eltern und Jugendliche beim InfoEck der Jugendinfo Tirol. Bei einem persönlichen Gespräch in der Kaiser-Josef-Str. 1 in Innsbruck, telefonisch unter 0512 / 57 17 99, per eMail unter info@infoeck.at  oder auf der Website www.mei-infoeck.at kann man sich jederzeit Informationen holen.

Als offizielle Koordinationsstelle für Saferinternet.at in Tirol beteiligt sich das InfoEck auch am Safer Internet Aktionsmonat 2020. Schulen und andere jugendrelevante Organisationen und Einrichtungen können im Februar einen kostenlosen InfoEck- Workshop zum Thema „mei-Internet“ buchen. Dabei werden Chancen und Risiken der digitalen Welt auf humorvolle Weise aufgezeigt. 

Rat & Hilfe

Die Experten vom InfoEck - helfen unter  Tel. 0512/57 17 99 oder info@infoeck.at
Viele Tipps gibts auch von den Konsumentenschützern der AK Tirol  unter Tel. 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@tirol.com

App-Einstellungen im InfoEck überprüfen lassen

Außerdem können sich interessierte Jugendliche mit dem „mei-internet-Check“ in den InfoEck-Standorten in Innsbruck, Wörgl und Imst jederzeit bei einem Einzelgespräch zu verschiedenen Fragen rund um die Themen „Neue Medien“ und „Sichere Internetnutzung“ schlau machen. Das InfoEck-Team hilft beispielsweise bei der Überprüfung von Privatsphäre-Einstellungen von Apps und sozialen Netzwerken, damit persönliche Daten besser geschützt sind.

Informationskompetenz muss gelernt werden

Den „Safer Internet Day“ – ein jährlicher internationaler Aktionstag, der am 5. Februar zum 16. Mal stattfindet – nehmen AK Tirol und InfoEck zum Anlass, aktuelle Probleme aufzuzeigen und die Konsumenten zu warnen.  Unter dem Motto „Safer Internet Day: Together for a better internet“ beteiligen sich heuer über 130 Länder. Dieser Aktionstag wurde von der Europäischen Kommission initiiert und  dient der Bewusstseinsbildung für eine sichere Nutzung des Internets und der digitalen Medien.

AK hilft bei Rechtsfragen und Kostenfallen im Internet

Bei Rechtsproblemen mit unseriösen Vertragsklauseln, Kostenfallen, Gaunereien oder Tarifen sowie Fragen zu gesetzlichen und vertraglichen Möglichkeiten von einseitigen Vertragsänderungen, Rücktrittsrechten und Haftungsfragen berät und unterstützt die AK Tirol Konsumenten persönlich in Innsbruck und den Bezirken, telefonisch unter der Hotline 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@ak-tirol.com

Achtung bei Gaunereien im Internet

Leider kann man sich nicht blind darauf verlassen, dass illegale Machenschaften von den zuständigen Behörden gänzlich unterbunden werden können, dies trifft ganz besonders auf die internationale Internet-Kriminalität zu. Konsumenten sind somit vielfach selbst gefordert, Nachrichten und Informationen kritisch zu hinterfragen.

Ein Dauerthema sind hier insbesondere „Fake“-eMails, gefälschte Nachrichten, die den Empfänger dazu verleiten sollen, durch Anklicken einer angehängten Datei (meist zip-, exe- oder pdf-Dateien) oder eines Links Schadsoftware auf den PC oder das Handy zu laden. Häufige Beispiele: Angebliche Versandbenachrichtigungen, Online-Rechnungen, Bestellbestätigung, div. Programm-Updates oder Zahlungsaufforderungen.

Wird man auch zur Eingabe von persönlichen Nutzerdaten aufgefordert, handelt es sich um sogenannte Phishing („Password-Fishing“)-Nachrichten. Hierzu gehören etwa auch gefälschte eMails, die angeblich von Banken oder anderen Zahlungsdiensten versendet wurden. Meist wird darin die Sperre oder Beschränkung des Kundenkontos angedroht, wenn nicht die Nutzerdaten eingegeben werden.

Manche Betrüger versuchen, aus der finanziellen Notlage Betroffener Profit zu schlagen, und versenden via eMail vermeintliche Kreditangebote zu verführerisch günstigen Konditionen. Konsumenten werden angehalten, persönliche Daten preiszugeben oder sogar finanzielle Vorleistungen von bis zu 1.000 Euro zu erbringen. Kreditverträge kommen auf diese Weise aber nicht zustande, nach der Zahlung verschwinden die Betrüger.

Forderungen auf Grund angeblicher kostenpflichtiger Registrierungen auf Webseiten bereiten Konsumenten ebenfalls Probleme. Hierzu zählen etwa Seiten, auf denen man vermeintlich günstiger einkaufen kann oder Online-Dating-Portale. Vielfach wussten die Konsumenten nicht, wie Sie überhaupt zu den Forderungen kamen. Die rechtliche Prüfung der Konsumentenschützer ergab hier meist, dass die Forderungen völlig unhaltbar waren und von den Konsumenten nicht bezahlt werden mussten.

ak tipps

AK Experten helfen

Die AK Tirol berät und unterstützt Konsumenten persönlich in Innsbruck und den Bezirken, telefonisch unter der Hotline 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@ak-tirol.com Infos finden Sie auch auf www.ak-tirol.com 
Mit konkreten Tipps wollen die Experten schon vorbeugend helfen, dass Internetbenützer mögliche Fallen rechtzeitig erkennen:

AK Tipp: Simpler aber effektiver Schutz vor Gaunereien

  • Rechtliche Grundsätze gelten offline wie online: Forderungen müssen auf einem gültigen Rechtsgrund beruhen, das Unternehmen hat diesbezüglich Beweispflicht. Das bloße Anklicken eines Links in einer eMail, Facebook- oder WhatsApp-Nachricht alleine begründet dagegen keinen gültigen Vertrag.
  • Beeinspruchen Sie unklare Forderungen in der Telefonrechnung binnen drei Monaten beim Telefonanbieter. Wenn das nicht hilft, sollte ein Schlichtungsverfahren bei der RTR (www.rtr.at) eingeleitet werden. Hier kann man zusätzlich veranlassen, dass die Telefonrechnung so lange fällig gestellt wird, bis die Überprüfung abgeschlossen ist. Dies ist insbesondere bei hohen Rechnungsbeträgen sinnvoll.
  • Hinterfragen Sie immer, ob eMails und Nachrichten, die Sie erhalten, tatsächlich plausibel und glaubwürdig klingen. Bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis gegenüber allzu verlockenden Angeboten und fragwürdigen Nachrichten. Achten Sie nicht auf den Namen des eMail-Absenders, sondern auf dessen eMail-Adresse, daran sind Fälschungen oft leicht zu erkennen, da diese nicht mit den Daten der „echten“ Unternehmen übereinstimmen.
  • Reagieren Sie nicht auf dubiose Kreditangebote oder andere Zusendungen. 
  • Öffnen Sie keine eMails und insbesondere keine Anhänge von unbekannten Absendern, reagieren Sie auf keine nicht nachvollziehbaren Zahlungsaufforderungen. Löschen Sie solche Nachrichten.
  • Folgen Sie keinesfalls Aufforderungen, Ihre Nutzerdaten bekanntzugeben! Lassen Sie sich unter keinen Umständen zu solchen Angaben drängen, auch nicht, wenn Mahnungen, Kontosperren oder Strafen angedroht werden. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie Ihre Bank über eine Ihnen schon bekannte Telefonnummer oder direkt Ihren Kundenbetreuer, um die Echtheit der Nachricht zu hinterfragen.
  • Wer ein Schadprogramm installiert hat oder Opfer einer Phishing-Attacke geworden ist, sollte sich mit seiner Bank in Verbindung setzen und die betroffenen Konten sperren sowie den betroffenen Computer oder das Smartphone mit einem Virenscanner prüfen.

    Aktuelle Fälle im Internet sind auf der Seite www.watchlist-internet.at gesammelt, die auch von der AK unterstützt wird. Bei dubiosen Anrufen aller Art das Gespräch sofort beenden. Sollte bereits ein Gespräch bzw. ein Zugriff auf den Computer erfolgt sein, diesen vom Internet trennen und Passwörter ändern.

Infoeck hilft

Auch InfoEck hilft beim sicheren Umgang mit digitalen Medien

Der Jugend-Internet-Monitor zeigt jährlich auf, wie Jugendliche Apps konsumieren. Im Jahr 2018 nutzten 85 % der österreichischen Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren die Messenger-App WhatsApp und die meisten nutzten auch noch andere soziale Netzwerke. Dabei sind sich junge Menschen oft nicht bewusst, welche privaten Informationen bei der Nutzung von Apps oder anderen Online-Diensten preisgegeben werden, und stehen dadurch vor vielen Herausforderungen. Das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten sind dennoch ein fixer Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher. Deshalb ist es besonders wichtig, sie bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.

Bei Fragen rund um das Thema „Neue Medien“, die den sicheren Umgang mit dem Smartphone, Cyber-Mobbing, Fake-News, Sexting oder beliebte Apps wie Snapchat, Instagram oder WhatsApp betreffen, finden Eltern und Jugendliche Rat und Hilfe beim InfoEck der Jugendinfo Tirol, das auch seit 2016 Tirols zertifizierte Safer-Internet-Koordinationsstelle ist. Bei einem persönlichen Gespräch in den InfoEck-Standorten in Innsbruck, Imst und Wörgl, telefonisch unter 0512/57 17 99 oder per eMail unter info@infoeck.at kann man sich jederzeit Informationen, Tipps und Ratschläge holen.

Daten selber schützen

Das Nutzen von Apps wie WhatsApp, Snapchat oder Instagram können sich viele Jugendliche nicht mehr aus ihrem Alltag wegdenken. Neben den Vorteilen dieser Apps ist jungen Menschen oft nicht klar, wer ihre Daten sehen und was damit passieren kann. Das ist besonders bei der Verbreitung von expliziten Fotos gefährlich und kann sogar strafrechtliche Konsequenzen haben. Außerdem kommen Jugendliche über solche Plattformen oft mit problematischen Inhalten speziell mit unerwünschter Werbung, Gewalt und Pornografie ungewollt in Kontakt. Deshalb ist Aufklärung im Umgang mit digitalen Medien sehr wichtig. 
Folgende Tipps sollten beim Umgang mit dem Internet beachtet werden:

  • Privatsphäre schützen: Beachten und überprüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken. Man kann Profile auf den Modus „privat“ stellen, Freundesgruppen anlegen und Regeln über die Freigabe von Daten sowie die Zugriffsrechte von Apps festlegen. Informationen und Leitfäden mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anweisungen findet man auf www.saferinternet.at.
  • Sichere Passwörter verwenden: Apps und Online-Zugänge sollten immer mit Passwörtern gesichert werden, die auch nicht mit anderen geteilt werden sollten. Verwenden Sie mindestens zehn Zeichen, Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen. Sie können die Sicherheit Ihres Passworts zum Beispiel unter www.checkdeinpasswort.de überprüfen.
    • Interesse zeigen: Lernen Sie mit Jugendlichen gemeinsam die verschiedenen Apps und Einstellungen kennen.
    • Vorbildwirkung: Seien Sie mit Ihrer eigenen Mediennutzung ein Vorbild. Wenn Regeln, wie beispielsweise kein Handy beim gemeinsamen Essen, aufgestellt werden, sollten Sie sich auch selbst daran halten.
    • Rechtliche Aufklärung: Informieren Sie Jugendliche über rechtliche Konsequenzen, speziell im Bereich Kinderpornografie, Diskriminierung und Gewalt.

Weitere Informationen und Tipps zur sicheren und verantwortungsvollen Mediennutzung finden Sie auch unter www.mei-infoeck.at

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E-Mail: konsument@ak-tirol.com 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.

Rat & Hilfe

Die Experten vom InfoEck - helfen unter  Tel. 0512/57 17 99 oder info@infoeck.at
Viele Tipps gibts auch von den Konsumentenschützern der AK Tirol  unter Tel. 0800/22 55 22 – 1818 oder per eMail an konsument@tirol.com