Warenkorb © Markus Mainka, Fotolia.com
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27.4.2021

AK Erhebung zeigt Berg- und Talfahrt bei den Online-Preisen

Online shoppen, aber am Laptop ein anderer Preis als am iPhone? Das kommt immer häufiger vor. Ein aktueller AK Test zeigt bis zu 55 Prozent höhere Preise beim Online-Shoppen und Urlaubbuchen am gleichen Tag, je nachdem, ob mit Laptop, iPhone oder Co. gebucht wurde. Abgefragt wurden 28 Preise mit 21 verschiedenen Geräten bei fünf Online-Anbietern. Preisvergleiche werden schwierig. Die AK fordert mehr Klarheit: Die Anbieter sollen ihre Online-Preismuster offenlegen. 

Shoppen oder ein Hotel im Internet buchen – immer öfter kommt es dabei vor, dass die Preise am Computer anders sind als etwa bei einer Buchung übers Handy. Der AK Test zeigt: opodo.com hatte für einen Flug nach Larnaka bei einem iPad in Kärnten einen um rund 55 Prozent höheren Preis angezeigt als bei zwölf anderen Geräten aller Art – im Vorjahr betrug die größte Differenz rund 45 Prozent. Bei swoodoo.at war bei einem Notebook in Salzburg der Preis bei einem Flug nach Barcelona um rund 26 Prozent höher als bei einem Smartphone in Salzburg. Bei fluege.de war der angezeigte Preis bei einem Smartphone in Tirol um rund zehn Prozent teurer als bei 18 anderen Geräten. Bei amazon.at war der angezeigte Preis bei einem Smartphone in der Steiermark um rund 14 Prozent höher als bei allen anderen Geräten.

Bei booking.com war eine geräteabhängige Preisdifferenzierung bei sechs von zehn Hotels feststellbar. So wurde bei fünf von zehn Hotels an jedem der sechs Erhebungstage bei allen Laptops, Notebooks und iPads ein um rund zehn bis elf Prozent höherer Preis angezeigt als bei allen Smartphones und iPhones, bei einem weiteren Hotel an drei Erhebungstagen.

„Die unterschiedlichen Preise auf unterschiedlichen Geräten, die sogenannten Preisdifferenzierungen, haben das Ziel, Konsumentinnen und Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl. „Unser Test zeigt: Bei der Buchung kommt es entweder aufs Endgerät oder vermutlich auch auf das Surfverhalten im Netz an – wo sich Konsumenten regional befinden, spielt scheinbar keine Rolle. Das hat zur Folge, dass Preisvergleiche für Online-Buchungen oder Online-Shopping zunehmend schwieriger werden, denn die Preisstrategien der Anbieter sind intransparent. Es ist für Konsumenten nicht nachvollziehbar, wovon die unterschiedlichen Preise tatsächlich abhängen“, kritisiert Zangerl. „Konsumenten brauchen aber Klarheit. Daher sollen Unternehmen offenlegen, wovon die unterschiedlich angezeigten Preise bei den Endgeräten abhängen.“

So wurde erhoben

Die AK hat zwischen 9. und 20. März 2021 an sechs Erhebungstagen zeitgleich 28 Preisabfragen von den Webseiten amazon.at, booking.com, swoodoo.at, fluege.de und opodo.com durchgeführt. Hotel- und Flugbuchungen wurden für Ende August abgefragt. Die 21 verschiedenen Endgeräte – Laptops, Notebooks, iPads, Apple McBook Air, Smartphones und iPhones – waren über sechs Bundesländer (Wien, Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Steiermark und Tirol) verteilt.  Pro Website wurden pro Tag zwischen drei und zehn Produkte oder Dienstleistungen abgefragt.

oFFEN GESAGT

„Die unterschiedlichen Preise auf unterschiedlichen Geräten, die sogenannten Preisdifferenzierungen, haben das Ziel, Konsumentinnen und Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

ERWIN ZANGERL,
AK PRÄSIDENT

Online shoppen – so bleiben Ihre Daten sicher!

Die Online-Preise können je nach Endgerät ziemlich schwanken. Das zeigt ein aktueller AK Test. Die AK gibt Tipps für anonymes Surfen.

AK Tipps für Ihre Datensicherheit:

  • Privater Modus – Achtung, Sie bleiben sichtbar: Beachten Sie beim Surfen mit dem privaten Modus (hier werden nach dem Schließen des Browserfensters die Cookies, der Browser- und Downloadverlauf gelöscht), dass hier nur Ihr Surfverhalten auf Ihrem Computer nicht gespeichert wird. Der Internetanbieter kann Ihre Aktivitäten im Netz weiterhin verfolgen, auf den Websites sieht man Sie auch.
  • Adresse unterdrücken: Wer surft, sollte besser seine IP-Adresse (quasi die persönliche Telefonnummer etwa Ihres Smartphones) verbergen. Das können Sie über einen Anonymizer (zum Beispiel anonymouse.org) tun, oder Sie gehen über einen Browser mit eingebauter VPN-Unterstützung ins Internet (etwa Opera). Bei einem Anonymizer geben Sie auf der Webseite die Adresse der Seiten ein, die Sie mit verborgener IP besuchen wollen.
  • Neue Verbindung eingehen: Um anonym zu sein, nutzen Sie eine eigene VPN-Verbindung (Virtual Private Network). Sie können unter Windows die VPN-Verbindung manuell einrichten: https://support.microsoft.com/de-de/help/20510/windows-10-connect-to-vpn. VPN auf Android- oder Apple Geräten: https://www.techbook.de/easylife/vpn-handy-nutzen

Kontakt

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Mo - Do von 8 bis 12 Uhr und
von 14 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 12 Uhr 

E-Mail: konsument@ak-tirol.com 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.

oFFEN GESAGT

„Die unterschiedlichen Preise auf unterschiedlichen Geräten, die sogenannten Preisdifferenzierungen, haben das Ziel, Konsumentinnen und Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

ERWIN ZANGERL,
AK PRÄSIDENT