6.5.2013
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AK Tirol warnt vor Kriminellen, die sich über Kleinanzeigen im Internet bereichern

Eine wahre Betrugswelle im Zusammenhang mit privaten Verkaufsportalen im Internet registrieren die Konsumentenschützer der AK Tirol derzeit. Weil sich bereits mehrere Betroffene gemeldet haben, raten die Experten zu äußerster Vorsicht! Und der AK Tipp: Zur Sicherheit keine Vorauszahlungen leisten!

So vielfältig die Möglichkeiten sind, die einem das Internet eröffnet, so einfallsreich sind Kriminelle, wenn sie versuchen, sich über diesen Weg zu bereichern. Die Konsumentenschützer der AK Tirol warnen aktuell vor einer neuen Betrugswelle im Netz, bei der sich Gauner private Verkaufsplattformen schamlos zunutze machen. Mehrere betroffene Tiroler haben sich bereits gemeldet.

In einem Fall hatte ein Tiroler sein Auto im Internet angeboten. Nachdem sich die Anfragen anfangs in Grenzen gehalten hatten, meldete sich plötzlich ein Interessent per eMail – offenbar aus England – und erklärte, dass er den Pkw ungesehen kaufen wolle. Über den Preis wollte er erst gar nicht verhandeln. Vielmehr kündigte er an, dass er das Fahrzeug über eine holländische Spedition abholen lassen würde. So weit, so gut, dachte sich der Tiroler Auto-Besitzer. Aber als er vom vermeintlichen Interessenten aufgefordert wurde, 700 Euro mittels Bargeldtransfer über „Western Union“ an die Spedition zu überweisen, damit diese tätig werden könne, schöpfte er zum Glück Verdacht und wandte sich an die Konsumentenschützer der AK.

Dort häufen sich schon seit mehreren Wochen derartige Anfragen. 

„In einem anderen Fall wurde die Besitzerin eines wertvollen Musikinstruments um den vereinbarten Kaufpreis von 2.000 Euro geprellt“, berichten die Experten der AK Tirol. Die Tirolerin hatte es an eine – laut eMail-Adresse – holländische Interessentin verkauft, und diese sagte zu, den Kaufpreis von 2.000 Euro zeitgleich mit dem Versand des Instruments zu überweisen. Vertrauensvoll verschickte die Tirolerin ihr aufwendig verpacktes Instrument, noch dazu über einen teuren Spezialversand, an eine Anschrift in England, die ihr die vermeintliche Käuferin mitgeteilt hatte. Doch der Kaufpreis traf nie in Tirol ein. Als die Verkäuferin deshalb Tage später per eMail die ausständige Bezahlung reklamieren wollte, war die eMail-Adresse plötzlich nicht mehr erreichbar. Auf die 2.000 Euro wartet die Geschädigte bis heute vergeblich.

„Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Und täglich wenden sich im Rahmen der Beratung weitere Betroffene an uns“, berichten die Konsumentenschützer der AK Tirol. Aber auch Kaufangebote, bei denen das Geld für die Ware im Voraus auf ausländische Konten oder via Bargeldtransfer überwiesen werden soll, nehmen auffallend zu.

Die Experten raten jedenfalls zu größter Vorsicht, wenn es um Kauf und Verkauf über allgemein zugängliche Online-Portale geht: „Weil man seine Geschäftspartner dort üblicherweise ja nicht kennt, sollte man Aufforderungen zu Vorauszahlungen grundsätzlich nicht folgen.“ Auch angeblichen Bestätigungsmails von Bezahldiensten im Internet sollte nicht von vornherein vertraut werden. Diese Bestätigungen, die belegen sollen, dass der Kaufpreis bereits „treuhänderisch“ hinterlegt worden sei und überwiesen würde, sobald die Ware eintrifft, könnten durchaus gefälscht sein!

Im Zweifel empfehlen die AK Konsumentenschützer, keine Vorausleistungen zu erbringen, weder durch Zahlungen, noch durch Versand der Ware im Vorhinein, und keinesfalls irgendwelche persönlichen Daten bekannt zu geben. Stattdessen die Verhandlungen mit fragwürdigen Interessenten abbrechen und am besten auf seriöse Angebote bzw. Interessenten in der näheren Umgebung warten! 

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