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In­ter­net­ban­king im Test

Immer mehr BankkundInnen gehen ins Netz: Kein Anstellen am Bankschalter spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Internetbanking ist üblicherweise kostenlos in der Kontoführung inkludiert. Zudem kann der durchschnittliche Bankkunde bis zu 44 Euro beim Internetbanking im Jahr sparen, wenn Überweisungen konsequent per Internet und nicht mittels Beleg in der Bank durchgeführt werden. Die AK hat Internetbanking bei acht Banken in Wien getestet. Nur zwei von acht Banken händigten bei Kontoeröffnung vollständige Unterlagen aus.

Manche Banken knausern mit Unterlagen

Die AK Tester eröffneten bei acht Banken ein Girokonto. So manche Bank knauserte mit den Unterlagen: Drei (BAWAG PSK, easybank, Oberbank) gaben dem Tester keine Kopie des Antrags der Kontoeröffnung. Nur jede Zweite händigte die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus. Bloß zwei Banken (Erste Bank, Volksbank Wien) gaben Kontoeröffnungsantrag, Geschäftsbedingungen und Unterlagen für den Zugang zum Internetbanking (PIN – Personal Identification Number, TAN – Transaktionsnummern) her.

Bei fünf Banken konnte der Tester gleich ins Netz gehen, um Überweisungen online abzuwickeln. Bei den anderen drei Banken dauerte es einige Tage, bis PIN und TAN mit der Post zugesandt wurden. Die Banken ziehen TAN-Listen langsam aus dem Verkehr, mit denen der Konsument die Codes für die Online-Überweisungen per Post bekommt. Mobile TAN sind am Vormarsch – der Konsument bekommt den TAN für jede Überweisung per SMS zugesandt.

Positiv: Alle 180 durchgeführten Testüberweisungen kamen innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist (elektronische Überweisung: ein Werktag) an.

Internetbanking hilft Spesen sparen

Internetbanking ist für Kontoinhaber in der Kontoführung inkludiert. Im Regelfall gibt es also keine Zusatzspesen. Die AK Analyse zeigt: BankkundInnen können sich nicht nur Zeit, sondern auch Spesen sparen. Ein durchschnittlicher Bankkunde (Normalnutzer, 29 Überweisungen pro Jahr) kann sich bis zu 44 Euro im Jahr sparen. Denn bei vielen Banken sind manuelle Überweisungen deutlich teurer als elektronische. Je mehr Überweisungen anfallen, desto mehr kann gespart werden.

Es zeigt sich, dass manchmal aber nützliche Funktionen fehlen, wie einen abgesendeten Überweisungsauftrag zu stornieren oder die Bankomatkarte sperren zu lassen.

Die AK hat Girokonten bei acht Banken eröffnet, um Internetbanking unter die Lupe zu nehmen: UniCredit Bank Austria, BAWAG PSK, easybank, Erste Bank, Hypo NÖ Landesbank, Oberbank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Volksbank Wien.

Das fordert die AK

  1. Alle Infos schon zur Kontoeröffnung: Bei der Kontoeröffnung müssen dem Kunden alle relevanten Informationen und Unterlagen automatisch ausgehändigt werden.

  2. Stornos ermöglichen: Überdies müssen Stornos einer Buchung innerhalb eines – zumindest kurzen – Zeitraumes gewährleistet werden. Auch bei der Erkennung ungültiger Kontonummern haben die Banken großen Nachholbedarf. Es darf kein Absenden von Aufträgen möglich sein, wenn die Bankensoftware einen Fehler erkennt.

  3. Internetbanking muss kostenlos bleiben: Wesentlich ist, dass Internetbanking kostenlos bleibt. Es ist beispielsweise nicht verständlich, wenn eine Bank die kostenlosen Papier-TAN künftig nicht mehr anbietet und stattdessen für die SMS-TAN künftig ein Euro pro Monat bzw. zwölf Euro jährlich pauschal (und ab dem fünften SMS-TAN pro Monat eine Zusatzgebühr von zehn Cent verlangt) verlangen will. Diese schleichende Erhöhung von Kontoführungsgebühren ist abzulehnen. Die Banken argumentieren seit Jahren, dass die beleghaften Transaktionen teuer und die elektronischen Transaktionen viel billiger sind – teure SMS-TAN statt spesenfreier Papier-TAN stellen diese Argumentation auf den Kopf

Tipps für sicheres Online-Banking
  1. Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig, ob alle Online-Buchungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

  2. Nutzen Sie Internetbanking nicht auf öffentlich zugänglichen oder unbekannten Computern.

  3. Gefälschte E-Mails (sogenannte Phishing Mails), täuschen eine seriöse Herkunft vor. Professionelle Internetbetrüger richten Kopien von Internetseiten bekannter Banken ein. Geben Sie niemals persönliche Daten oder PIN-Codes und TAN-Nummern her. Banken verlangen solche Daten niemals per E-Mail.

  4. Wenn Sie E-Banking durchführen, immer die Adresse Ihrer Bank eintippen oder Lesezeichen des Browsers verwenden. Haben Sie ein Phishing Mail erhalten und einen TAN-Code bekanntgegeben, setzen Sie sich sofort mit Ihrer Hausbank in Verbindung, um die Codes sperren zu lassen.


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