29.9.2014
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AK Tirol Bankenmonitoring zeigt: Bis zu 90 Cent pro Bankomatbehebung

Die Konsumentenschützer der AK Tirol schlagen Alarm: Denn einige Tiroler Geldinstitute langen bei den Bankomatgebühren kräftig zu. Für AK Präsident Erwin Zangerl ist dies untragbar: Manche Bankmanager müssen wieder zurück auf den Boden der Realität! Denn die Leidtragenden sind nicht nur die Kunden, sondern auch die Bankenmitarbeiterinnen und Bankenmitarbeiter.

90 Cent will die Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) ab 1.10.2014 pro Bankomatbehebung an Fremdbankomaten – also Bankomaten, die nicht von ihr selbst betrieben werden – verrechnen. Nur mehr eine einzige Bankomatbehebung pro Monat soll dann noch kostenlos sein. Fürs Beheben an eigenen Bankomaten verlangt die BTV ebenfalls nicht schlecht, nämlich 60 Cent. Auch andere Tiroler Banken verlangen – je nach Kontopaket – Bankomatbehebungsgebühren, beispielsweise die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG (RLB) bis zu 67 Cent. Selbst für einen durchschnittlichen Kontonutzer können damit, je nach konkretem Nutzerverhalten, Bankomatgebühren zu einem „teuren Vergnügen“ werden. Dabei liegt die Kostenbelastung bei Gebühren und Spesen für Tiroler Bankkunden schon seit einiger Zeit auf sehr hohem Niveau, wie das laufende Bankenmonitoring der AK Tirol belegt.

Dass ausgerechnet die BTV die Gebühren für Bankomatbehebungen auf Rekordniveau erhöht, ärgert AK Präsident Erwin Zangerl besonders: „Erst vor kurzem haben sich die Herrn Vorstände der BTV vor die Medien gestellt und stolz Millionengewinne und Rekordergebnisse gefeiert, und zwar das zweite Jahr in Folge. Gleichzeitig werden gerade von dieser Bank wieder tausende kleine Gehaltsempfänger massiv zur Kasse gebeten und die Bankomatgebühren um 50 Prozent (!) erhöht! Am wenigsten können die Bankenmitarbeiter für derartige Geschäftspraktiken. Aber sie müssen sich gegenüber den Kunden rechtfertigen.“

Zangerl ist fassungslos über die Abgehobenheit mancher Vertreter dieser Branche: „Es ist höchste Zeit, dass sich diese Leute einmal mit der Realität beschäftigen und den eigenen Aktionären vermitteln, wie hart sich viele ihr Einkommen Tag für Tag verdienen müssen! Dann könnte es nicht zu solchen unverschämten Erhöhungen kommen.“

Und noch etwas kritisiert der AK Präsident: „Da werden die Menschen pausenlos vom Schalter zu den Automaten getrieben, um Kosten zu sparen, und dann kassiert man die Kunden dort wieder kräftig ab.“

AK Tipps:

Wer bei seiner Bank hohe Bankomatgebühren zahlen muss, sollte Bankomatbehebungen - soweit möglich - auf ein Minimum reduzieren und dies auch zum Anlass nehmen, Angebote von anderen Banken zu vergleichen. Generell sollten die von der eigenen Bank verlangten Kosten und Gebühren immer wieder überprüft werden.

Vor einem Paket- oder Kontowechsel empfehlen die AK Konsumentenschützer, sich das eigene Kontonutzungsverhalten anzusehen und dann auf dieser Basis verschiedene Angebote (Einzelverrechnung; Pauschalverrechnung) zu vergleichen – nach dem Motto „Was brauche ich wirklich, worauf kann ich verzichten?“ Eine erste Entscheidungshilfe bietet dabei der AK Bankenrechner auf www.ak-tirol.com

Grundsätzlich ist eine regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge – mindestens einmal pro Monat – zu empfehlen. Bei unerklärlichen Buchungen sofort schriftlich Einspruch erheben bzw. eine Rückbuchung verlangen!

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