5.9.2014
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Angeblicher 96.000-Euro-Gewinn endete mit wüsten Beschimpfungen!

„Hiermit gratulieren wir, als Firma Eurowin2 GmbH zu Ihrem Gewinn von 96.000 Euro!“ – So begann das Schreiben, welches ein Tiroler kürzlich von dem angeblich in Wien ansässigen Unternehmen erhalten hatte. Als er den Gewinn anfordern wollte, erlebte er sein blaues Wunder. Die Konsumentenschützer der AK Tirol empfehlen deshalb: Hände weg von derartigen Gewinnversprechen und niemals Zahlungen leisten!

Nur kurz währte die Freude eines Tirolers über den vermeintlichen Gewinn von stattlichen 96.000 Euro. Denn wie auf dem übermittelten „Gewinnbescheid“ zu lesen war „kann die Gewinnsumme leider nicht auf Ihr Konto überwiesen werden“, sondern werde von einer deutschen Sicherheits- und Transportfirma „A.T.S Transport & Security GmbH“ an eine vereinbarte Anschrift in bar geliefert.

Der Haken dabei: Die Geldsumme müsse für den Transport kostenpflichtig haftpflichtversichert werden, die Versicherungsprämie betrage 1.920 Euro. Diese müsse im Voraus gezahlt werden, werde aber binnen 14 Tagen wieder rückerstattet.

Der Konsument reagierte geistesgegenwärtig und goldrichtig: Er weigerte sich, das Geld zu zahlen, teilte dem angeblichen Transportunternehmen aber per eMail mit, dass die Versicherungsprämie von seinem Geldgewinn abgezogen werden kann.

Schimpfworte und Drohungen
Als der Tiroler schließlich die Überweisung des „Restgewinns“ forderte und selbstbewusst eine Frist setzte, wurde der vermeintliche Mitarbeiter rabiat: Die folgende eMail war gespickt mit wüsten Beschimpfungen, von denen „Wappler“ oder „du hinterfotziges Gfrast“ nicht einmal die schlimmsten waren. Sogar vor Drohungen wurde nicht zurückgeschreckt.

Nach den Informationen, die den Konsumentenschützern der AK Tirol vorliegen, sind die Internetseiten der angeblichen Unternehmen außerhalb der EU registriert. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden von dort aus auch die betrügerischen Schreiben und eMails versandt bzw. die Telefonanrufe durchgeführt. 

Die Konsumentenschützer der AK Tirol empfehlen:

  • Vorsicht bei Gewinnverständigungen, insbesondere wenn nicht mitgespielt wurde!
  • Niemals Vorauszahlungen für einen angeblichen Gewinn leisten!
  • Geben Sie keine persönlichen Daten bekannt!
  • Brechen Sie Telefonanrufe einfach ab, und drohen Sie mit Anzeige!
  • Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten örtlichen Polizeiinspektion!  

Bei Fragen helfen die AK Konsumentenschützer gerne unter Tel. 0800/22 55 22 – 1818.

Perfide Betrugswelle mit Sepa-eMails

Obwohl Banken bereits auf den europaweiten Zahlungsverkehr umgestellt haben, nutzen Gauner das Thema skrupellos für gefährliche Phishing-Attacken.

"Download"-eMails am besten sofort löschen!

Anhang von eMails einer "Download Plattform GmbH", einer "Center AG Download", einer "Download Service GmbH" nicht öffnen - Virengefahr!

AK Tirol warnt vor Pishing-Welle

Nach gefälschten „SEPA“- und „Amazon Payment“-eMails sind jetzt gezielt Inhaber von PayPal-Accounts im Visier von Internet-Gaunern.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK