27.4.2015
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AK Tirol warnt vor neuer Masche bei Inkassobetrug: Abzocker fordern per Einschreiben 1.000 Euro!

Erneut versuchen Betrüger, ahnungslosen Opfern in Tirol das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dieses Mal mit einer besonders perfiden Masche: So verschickt eine „EXPO-Forderungsmanagement Zahlungsauf-forderungen als postamtlich registrierte Sendungen, um die Opfer zu täuschen. Die AK Tirol empfiehlt bei Erhalt eines solchen Einschreibens umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle zu erstatten!

Jeder weiß, dass eingeschriebenen Briefen besondere Beachtung beim Empfänger zukommt. Erstens, weil der Versand für den Absender nachweisbar und kostenintensiv ist und die Wahl also einen Grund haben muss. Zweitens, weil auch Behörden, Rechtsanwälte und Gerichte wichtige Schriftstücke als eingeschriebene Post versenden. Dies machen sich nun Betrüger erstmals zunutze und verschicken Zahlungsaufforderungen als postamtlich registrierte Sendungen.

1.000 Euro sollte eine Dame aus dem Tiroler Oberland laut „EXPO-Forderungs-management“ demnach für eine nicht näher ausgeführte Kündigungsbestätigung zahlen. Als sie die auf dem Inkassoschreiben abgedruckte deutsche Telefonnummer anruft, meldet sich eine „Forderungs-Strafkammer Bremen“. „Wenn Sie nicht sofort zahlen“, so wurde ihr am Telefon gar gedroht, „dann erhalten sie eine weitere Rechnung über 12.000 Euro“. Die Dame zahlte nicht und wandte sich an die AK Tirol.

Vorsicht, dreiste Abzocke! Recherchen der Konsumentenschützer der AK Tirol ergaben, dass die auf dem falschen Inkassobrief angeführte deutsche Telefonnummer nicht unbekannt ist. Mehrfach wird sie in Internetforen bereits als „Abzocknummer“ bezeichnet, über welche mit frei erfundenen Geschichten immer wieder arglose Konsumenten zur Zahlung von teilweise hohen Geldbeträgen gedrängt werden. Der für die Überweisung beiliegende Zahlschein trägt eine rumänische Kontonummer. Erkennbar ist das an der  IBAN, welche mit „RO“ beginnt. Die abgedruckte E-Mail-Adresse ist eine von jedermann frei einrichtbare @gmail-Adresse.

Betrügerische Inkassoschreiben sind zwar leider keine Seltenheit, neu in diesem Fall ist jedoch die besondere Form des eingeschriebenen Postversands. Die Vorgangsweise haben die Täter vermutlich gewählt, um dem Schreiben eine besondere Authentizität zu verleihen. Weiters sind die Schreiben mit dem SEPA-Logo und der EU-Flagge versehen.

AK Tipps
Die Konsumentenschützer der AK Tirol mahnen in diesem Fall zu äußerster Vorsicht. Ihr Rat:

  • Prüfen Sie Forderungsschreiben stets genau und leisten Sie keine Zahlungen wenn eine Forderung für Sie nicht nachvollziehbar ist. Denken Sie daran, dass ein einmal überwiesener Geldbetrag grundsätzlich nicht mehr rückgebucht werden kann und faktisch verloren ist!
  • Üblicherweise geht einer Forderung eine Rechnung, manchmal auch zusätzlich eine Mahnung voraus. Fordern Sie im Zweifel zunächst schriftliche Informationen direkt beim Unternehmen an, welches das Inkassobüro beauftragt hat, da Inkassobüros regelmäßig nur im Auftrag handeln.
  • Im Falle einer offensichtlich betrügerischen Inkassorechnung sollten Sie keinesfalls Kontakt mit dem Absender aufnehmen, sondern lieber sofort Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.

Bei Fragen und Problemen stehen Ihnen die Konsumentenschützer der AK Tirol unter der kostenlosen Hotline 0800 / 22 55 22 – 1818 gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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