23.4.2018
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Drohung von Streaming-Plattform - Nicht reagieren!

Massiv bedroht werden derzeit Konsumenten in Tirol. Unbekannte Täter fordern Geld für ein angeblich abgeschlossenes „Premium-Jahresabo“ einer Kino-Streaming-Plattform. Die Täter fordern in rabiater Manier und mittels Einschüchterungsversuchen 479,16 Euro, die sofort an eine englische Bank zu überweisen sind – ansonsten droht der Gerichtsvollzieher. Sogar ein konkreter Termin für die Geldeintreibungs-Aktion wird angekündigt. Besonders dreist: Ist man zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause, soll eine deutsche Telefonnummer angerufen und ein neuer Pfändungs-Termin vereinbart werden. Die AK rät den Betroffenen Ruhe zu bewahren, die eMails zu ignorieren und keinesfalls zu zahlen oder die deutsche Rufnummer zu wählen!

Frau E. war eines der Opfer. Sie erhielt drei eMails von einem ihr unbekannten Absender, der sich als Inkassobüro ausgab. Ein Fake. Nachdem sich die junge Tirolerin keiner Schuld bewusst war, ignorierte sie – völlig richtig – die Verständigungen. Überweisen sollte Frau E. das Geld auf ein britisches Bankkonto. Da die Überweisung jedoch ausblieb wurden die Unbekannten rabiat und drohten sogar mit der Verständigung eines Schlüsseldienstes, sollte sie „zum genannten Termin unentschuldigt nicht anwesend sein“. Auch die Mehrkosten für den Schlüsseldienst würden ihr später in Rechnung gestellt. Angeblich wäre in einem Mahnverfahren gegen sie ein „Vollstreckungstitel beim zuständigen Amtsgericht“ erwirkt worden, weswegen der Gerichtsvollzieher zur ihr kommen würde, um Wertgegenstände zu pfänden. Allerdings war die Tirolerin weder über ein Mahnverfahren noch über einen Vollstreckungstitel verständigt worden. Auch vom angeblich ebenfalls vorliegenden „richterlichen Durchsuchungsbeschluss“ wusste sie nichts. Die Konsumentenschützer der AK Tirol raten ein solches eMail am besten sofort zu löschen.

Tipps für Konsumenten:

  • Wenn Forderungen erhoben werden immer prüfen, ob es einen Vertrag gibt, im Zweifel Experten zu Rate ziehen.
  • Keine voreiligen Zahlungen leisten, da einmal bezahlte Beträge de facto für immer verloren sind.
  • Immer wenn auf einer Internetseite nach persönlichen Daten wie eMail-Adresse, Wohnanschrift, Telefonnummer u. ä. gefragt wird, sollte vor Eingabe überlegt werden, wofür diese benötigt werden und ob nicht ein dreister Abzockversuch dahintersteckt. Im Zweifel niemals persönliche Daten eingeben.
  •  Bei gefährlichen Drohungen oder Verdacht auf Straftaten Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.

Bei Fragen helfen die Konsumentenschutz-Experten der AK Tirol unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/22 55 22 – 1818 jederzeit gerne.

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