25.1.2016
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Job-Angebote per eMail sind meist reine Abzocke

Wer auf der Suche nach einer Nebenbeschäftigung ist, sollte gerade bei besonders lukrativ klingenden Angeboten kühlen Kopf bewahren! So auch bei den eMails, die derzeit in Tirol kursieren und mit denen meist Ahnungslose für Geldwäsche-Transaktionen geködert werden sollen. Das große Geld bleibt meist aus, stattdessen werden sie abgezockt und machen sich möglicherweise sogar strafbar.

Aus aktuellem Anlass rät die AK Tirol zu besonderer Vorsicht bei diversen „Jobangeboten“ unbekannter Absender, die derzeit per eMail in Tirol kursieren.

Alles klingt ganz einfach. In etwas holprigem Deutsch und unter dem Betreff „hoher Lohn“ heißt es:
„Guten Tag,  Wir zahlen Ihnen gutes Geld für eine mühelose Arbeit. Wenn Sie in unserem Betrieb tätig sind, bekommen Sie eine Gelegenheit, Minimum 4.000,00 EUR pro Monat zu verdienen. Für diese Stellung werden Sie einzig und allein etliche Stunden Ihrer Zeit 1-2 Mal pro Woche brauchen. Man darf diese Stelle mit Ihrer Dauerbeschäftigung vereinigen! Ihr Entgelt beträgt von 400,00 bis 1.600,00 EUR für jeden ausgeführten Auftrag.“

„Schon da sollte man auf der Hut sein“, warnen die AK Konsumentenschützer. Aber spätestens bei den Details müssen alle Alarmglocken schrillen:
Voraussetzung für eine derartige „Geschäftsbeziehung“ ist „lediglich“ ein eigenes Konto, welches für Geldtransaktionen zur Verfügung gestellt werden müsse. Dem Kontoinhaber werde ein Geldbetrag auf sein Konto überwiesen. 20 Prozent davon dürfe er behalten, den Rest müsse er wieder an die Firma überweisen.
Und damit könne man – ohne viel Aufwand und ohne Risiko – viel Geld verdienen, so lautet zumindest das verlockende „Angebot“.

Hände weg! Die Experten der AK Tirol warnen jedoch eindringlich davor, sich auf derartige Angebote einzulassen. Das „Geschäft“ läuft meist nach demselben Muster ab: Es wird Geld auf das zur Verfügung gestellte Bankkonto überwiesen, der Kontoinhaber muss die Summe nach Abzug der „Provision“ (z. B. per Western Union) weiterleiten bzw. an die „Firma“ zurückschicken und soll dafür reichlich entlohnt werden.
Doch dann erleben gutgläubige Betroffene meist eine böse Überraschung: Die getätigten Überweisungen auf das eigene Konto werden in der Folge oft storniert. Damit verliert der Kontoinhaber sein eigenes Geld, das er bereits weiterverschickt hat, und macht sich möglicherweise auch noch wegen verbotener Geldwäsche strafbar!

TIPP

Solche vermeintlichen „Jobangebote“ ignorieren und keinesfalls Kontodaten bekannt geben. eMails am besten sofort löschen. Wer sich auf derartige Geldtransfers einlässt, riskiert nicht nur einen finanziellen Schaden, sondern auch eine mögliche Beteiligung an illegalen Geldwäscheaktionen.


AK-Erfolg gegen BAWAG PSK

Bei Sperre der Bankomat- und der Kreditkarte darf kein Sperrentgelt in Rechnung gestellt werden. Einen Musterbrief zur Rückforderung finden Sie hier.

Fake-Unternehmen auf dreister Abzocktour

Wieder sind üble Trojaner-Mails mit falschen Forderungen und Rechnungen im Umlauf, aktuell Fake-Firmen wie OnlinePay AG, Directpay 24 GmbH....

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