31.3.2017
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Internet-Abzockfirma fordert 750 Euro und droht mit Zwangspfändung, Hausbesuch und Schlüsseldienst

Sie werden immer dreister: Die Hintermänner jener dubiosen „Firmen“, die sich mit Abo-Fallen im Internet bereichern möchten. Mit der aktuellen Forderung einer angeblichen „Inkassoabteilung Steinbach & Partner“ wurde nun eine neue Dimension erreicht: Damit wird versucht, Konsumenten mit einem vorgetäuschten Vollstreckungstitel so unter Druck zu setzen, dass sie zahlen. AK Tipp: Nicht einschüchtern lassen und nicht zahlen, denn es besteht keine Zahlungspflicht!

Täglich melden sich besorgte Konsumenten bei der AK Tirol, die von einer angeblichen „Inkassoabteilung Steinbach & Partner“ per eMail besonders dreiste Mitteilungen erhalten haben.

Darin heißt es etwa wie folgt:

„Wir haben nun einen Vollstreckungstitel bei Gericht gegen Sie erwirkt.

Aus diesem Grund wird Sie am Freitag, den 07.04.2017 um 10:00 Uhr unser Inkasso Team besuchen, um Ihre Wertgegenstände zu pfänden.

Soweit es möglich ist, werden die Gegenstände mit dem Kleintransporter abtransportiert, für größere Gegenstände wird für den Folgetag eine Spedition beauftragt. Sollten Sie nicht zu Hause sein oder die Tür selbst öffnen, wird ein Schlüsseldienst hinzugezogen, der die Tür dann öffnen wird.“

Anmeldung für Routenplaner als Hintergrund
Die Forderungen werden mit Anmeldungen für einen Routenplaner erklärt, etwa auf der Webseite „routenplaner-maps.com“. Diese ist den Konsumentenschützern schon lange bekannt, weil es sich dabei um eine Internetabzocke bzw. Abo-Falle der Web2go Solution GmbH handelt.
Wer sich auf der Seite registriert, erhält eine Forderung über 500 Euro für 24 Monate. – Obwohl es für derartige Forderungen keinen Rechtsgrund gibt.

Tatsache ist: Mit dem aktuellen Forderungsschreiben und dem behaupteten Vollstreckungstitels, mit dem Androhen von Hausbesuchen, bei denen die Wohnungstür angeblich durch einen Schlüsseldienst geöffnet und den Konsumenten angeblich auch Wertgegenstände abgenommen würden, erreicht die Internet-Abzocke nun eine neue – negative – Dimension.

In der Folge werden die Betroffenen im eMail aufgefordert, für die Inanspruchnahme eines Routenplaners unverzüglich den angeblich offenen Betrag von 750 Euro per Amazon-Gutschein zu bezahlen, damit könnten sie die angedrohten – widerrechtlichen – Schritte abwenden!

Die AK Tirol stellt klar: Auch wenn mit noch so schlimmen „Konsequenzen“ gedroht wird, besteht dennoch keine Zahlungspflicht!
Die Konsumentenschützer der AK Tirol weisen ausdrücklich darauf hin, dass keine Zahlungsverpflichtung besteht, auch dann nicht, wenn auf derart unseriöse Art und mit unhaltbaren „Drohungen“ verbundenen angeblichen Konsequenzen gedroht wird. Es können weder Gegenstände abtransportiert noch ein Schlüsseldienst beauftragt werden, dies ist rechtlich gar nicht möglich und dient allein dem Versuch, die Betroffenen einzuschüchtern und zu einer Zahlung zu bewegen.

Tipp der AK Experten: Keinesfalls Zahlungen leisten und derartige Drohschreiben an Polizei oder Staatsanwaltschaft weiterleiten.

Bei Fragen stehen die AK Konsumentenschützer unter der kostenlosen Hotline 0800/22 55 22 – 1818 gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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