29.10.2014
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AK Tirol warnt vor Abzocke im Internet und aggressiven Telefonbetrügereien

Die Phantasie der Gauner scheint grenzenlos: Aktuell treibt in Tirol die „Euro-Renten-Chance“ mit dubiosen Telefonanrufen ihr Unwesen. Im Internet fällt die „B2B Web Consulting GmbH“ samt ihren zahlreichen ähnlich gestalteten Homepages durch besonders aggressive Machenschaften mit kostenpflichtigen Abonnements auf.

Täglich berichten verunsicherte Konsumenten von Anrufen der „Euro-Renten-Chance“, in welchen gegen Bezahlung eines monatlichen Beitrages von 59 Euro utopische Lottogewinne in Aussicht gestellt werden. Sollte man nicht gewinnen, so bekomme man den doppelten Einzahlungsbetrag retour.
Klingt zu schön, um wahr zu sein, und ist reine Abzocke: Tatsächlich steht hinter diesem Geschäftsmodell eine Limited Company mit Sitz auf den Seychellen. – Gewinnauszahlungen sind hier nicht zu erwarten!

Die AK Tirol stellt klar: Telefonisch ausgehandelte Verträge über Gewinnzusagen oder Wett- und Lotteriedienstleistungen, die im Zuge eines vom Unternehmer eingeleiteten Anruf geschlossen werden, sind ungültig. Der Verbraucher kann sich auf die Nichtigkeit berufen und bereits getätigte Zahlungen zurückfordern. Wer seine Kontodaten bekannt gegeben hat, tut gut daran, seine Kontobewegungen genau zu kontrollieren. Widerspricht man unzulässigen Abbuchungen binnen 56 Tagen, müssen diese auf das Konto rückgebucht werden.

Bereits bekannt ist die Masche der B2B Consulting GmbH, die hinter den Websites „profi-kochrezepte.de“ und „meinekochidee.de“ steht. Wer auf diesen Seiten nach Rezepten sucht, kommt über ein harmlos erscheinendes Anmeldeformular zu einem kostenpflichtigen Abonnement für 284,14 Euro. Dass die Anmeldung kostenpflichtig ist und nur für Unternehmer möglich sein soll, kann lediglich aus dem Kleingedruckten entnommen werden.
Konsumenten, die in diese Abo-Falle getappt sind, berichten von aggressiven Forderungsschreiben, die neuerdings mit der Überschrift „gerichtlicher Mahnbescheid“ tituliert werden, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um ein gerichtliches Schreiben.

Die Konsumentenschützer der AK raten: Nerven bewahren und nicht bezahlen! Diese Websites sind aus mehreren Gründen rechtlich bedenklich. Insbesondere wird die seit Juni 2014 bestehende „Buttonpflicht“ verletzt, nach welcher der Verbraucher durch das Drücken eines Bestellbuttons mit einer Aufschrift wie z. B. „zahlungspflichtig bestellen“ ausdrücklich bestätigen muss, dass er nunmehr eine kostenpflichtige Bestellung abgibt. Ist dies nicht der Fall, ist der Verbraucher nicht an den Vertrag gebunden.

Wer verunsichert ist, kann sich bei den AK Konsumentenschützern unter der kostenlosen Hotline 0800/22 55 22/1818 melden.

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