19.12.2013
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AK Tirol warnt vor Pishing-Welle

Wer im Netz einkauft, nützt immer häufiger den Bezahldienst PayPal. Das wissen mittlerweile auch die Betrüger - und versuchen so, Nutzern mit gefälschten eMails gerade jetzt in der Weihnachtszeit Bares aus der Tasche zu ziehen. Das kann Konsumenten teuer zu stehen kommen. Deshalb rät die AK Tirol, solche eMails am besten gleich zu löschen.

Nach gefälschten „SEPA“- und „Amazon Payment“-eMails sind jetzt gezielt Inhaber von PayPal-Accounts im Visier von Internet-Gaunern. Aber was täuschend echt aussieht, kann es ganz schön in sich haben. Was diese aktuellen eMails gegenüber anderen Phishing-Versuchen so gefährlich macht, ist die besonders gute Machart: Denn die vermeintlich harmlosen eMails enthalten das gleiche Logo, Layout und Adresse wie „echte“ Nachrichten von PayPal, ja sogar die richtige Telefonnummer. Auch die eMail-Adresse, oft ein erkennbares Indiz für Phishing, ist nicht von einer echten PayPal-Adresse zu unterscheiden.

Die Masche der Betrüger funktioniert so: Sie geben vor, dass die Aktualisierung des Kontostatus erforderlich sei, wegen „ungewöhnlicher Aktivitäten“ sollten unbedingt die Identität bestätigt und Sicherheitsfragen aktualisiert werden. Dies möglichst bald, denn bis dahin sei das Konto gesperrt. Klickt man dann auf den angeführten Link, gelangt man auf eine gefälschte Webseite. Wenn diese Daten dort erst einmal eingegeben sind, können Betrüger diese sofort missbrauchen.

So können Sie vorbeugen
Die Internet-Gaunereien haben ein neues Niveau erreicht - es genügt nun nicht mehr, auf „holprige“ Formulierungen oder verdächtige eMail-Adressen zu achten, um zu erkennen, dass Internet-Betrüger unsere Daten missbrauchen wollen. Will man sich schützen, muss man insbesondere den Inhalt der Nachricht auf Plausibilität überprüfen: Paypal, eine Bank oder ein Kreditkarteninstitut würden auf einem solchem Weg niemals sensiblen Daten abfragen!

Fragen Sie im Zweifel immer bei dem betreffenden Unternehmen nach. Nutzen Sie dafür sicherheitshalber nicht die in der eMail angegebenen Kontaktdaten, sondern bereits bekannte Telefonnummern oder eMail-Adressen. PayPal bietet etwa an, verdächtige eMails an taeuschung@paypal.de zu schicken, eine kostenpflichtige Hotline steht unter 0820/40001508 zur Verfügung.

Die eMail-Adresse kann man selbst überprüfen, indem man diese anklickt. Scheint etwa hinter „service@paypal.de“ eine andere eMail Adresse auf, wurde die PayPal-Adresse nur als „Name“ angegeben und ist nicht der richtige Absender.

Öffnen Sie keine Anhänge verdächtiger eMails, diese können Spionage- oder Schadprogramme enthalten.

Umfangreiche Informationen, Beispiele und Screenshots aktueller Phishing- und Betrugsfälle finden Sie auf der Webseite www.watchlist-internet.at

Außerdem kann man Fälle auch der „Meldestelle Cybercrime“ des Innenministeriums per E-Mail an against-cybercrime@bmi.gv.at melden.

Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

Wenn Sie aufgrund einer gefälschten Aufforderung bereits Ihre Daten angegeben haben, reagieren Sie so rasch wie möglich. Kontaktieren Sie direkt das betroffene Unternehmen, PayPal, Bank bzw. Kreditkartenfirma, fragen Sie nach aktuellen Zugriffen, und lassen Sie den Zugang unverzüglich sperren.

Bei unerlaubten Zugriffen bzw. Abbuchungen erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und informieren Sie die Meldestelle Cybercrime.

Ändern Sie auch in Ihrem Account die Zugangsdaten, sofern Sie noch Zugriff darauf haben.

Hilfe bieten auch die AK Konsumentenschützer unter 0800/22 55 22 – 1818.

Schmähs mit Werbefahrten

Un­se­riö­se Firmen finden Sie unter www.haen­de­weg­von­wer­be­fahr­ten.at.

Dubiose Gewinnversprechen

Betrugsversuche über Gewinnankündigungen mehren sich wieder. Wir warnen eindringlich davor, solchen dubiosen Gewinnankündigungen Glauben zu schenken.

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