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22.5.2020

AK Erfolg: Viagogo erstattet Geld für ungültige Tickets zurück

Mit fremden Namen personalisierte Karten gabs für zwei Konzertbesucher von der Ticketplattform Viagogo. Erst nach AK Intervention lenkte Viagogo ein… 

Um seine Lieblingsband endlich live sehen zu können, reiste der 18-jährige Thomas H. mit einem Freund eigens nach Amsterdam. Die Tickets für das Konzert hatten sie online gekauft, für rund € 170 pro Stück. Zwar nicht ganz billig, aber das war es den jungen Männern wert. Soweit so gut. Voller Vorfreude reisten die beiden Fans nach Amsterdam, wo sie beim Konzert-Einlass eine böse Überraschung erwartete: Die Karten waren auf fremde Namen personalisiert, weshalb ihnen seitens des Veranstalters der Einlass verwehrt wurde. Obwohl die Ungültigkeit der Tickets vom Veranstalter bestätigt wurde und der Veranstalter den Handel mit personalisierten Tickets ausdrücklich untersagt hatte, verweigerte Viagogo hartnäckig die Erstattung der Ticketkosten.
Erst als die Konsumentenschützerinnen der AK Tirol die finale Beschreitung des Klageweges ankündigten, gab das Unternehmen klein bei und erstattete Thomas H. sein Geld.

Vorsicht beim Ticketkauf

Es gilt: Vorsicht beim Kauf von Tickets am Zweitmarkt. Abgesehen davon, dass Tickets am Zweitmarkt meist um ein Vielfaches teurer als im regulären Verkauf gehandelt werden, besteht hier die akute Gefahr, ungültige Tickets zu erwerben. Um den florierenden Handel von Tickets am Schwarzmarkt zu unterbinden und sicherzustellen, dass die Tickets für alle Konzertbesucher erschwinglich bleiben, stellen immer mehr Konzertveranstalter ausschließlich personalisierte Tickets aus. Durch Ausweiskontrollen wird sichergestellt, dass tatsächlich nur der Person, auf die das Ticket ausgestellt wurde, Einlass gewährt wird.

Tipps der Experten

Kaufen Sie Ihre Karten wenn möglich nur direkt beim Veranstalter bzw. bei einem vom Veranstalter offiziell unterstützen Ticketingdienst. Der Kauf über Ticketbörsen ist generell risikobehafteter und betrugsanfälliger, da Betreiber von Zweitmarkt-Ticketbörsen regelmäßig nur als Vermittler auftreten und der wahre Vertragspartner häufig nicht ausreichend offengelegt wird. Bei Problemen mit am Zweitmarkt erstandenen Tickets werden Konsumenten regelmäßig im Regen stehen gelassen.

Um den Kauf überteuerter Karten überhaupt zu vermeiden, empfiehlt die Arbeiterkammer, sich im Vorfeld beim jeweiligen Veranstalter über die Höhe der regulären Ticketpreise zu informieren.   

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