Wiedereinführung des Fachkräftestipendium

Bis 31.12.2018 kann das Fachkräftestipendium von karenzierten ArbeitnehmerInnen und Beschäftigten, die von sich aus eine am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationsabschluss unter dem Fachhochschulniveau (im Rahmen einer Vollausbildung oder Ergänzungsqualifikation) nachholen wollen, wieder in Anspruch genommen werden. 

Das Fachkräftestipendium sichert die materielle Existenz während einer arbeitsmarktpolitisch sinnvoll genutzten Ausbildungszeit von bis zu drei Jahren. Personen mit maximal Pflichtschulabschluss können ab 1.1.2017 erweiterte Förder- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen.  

Förderbar sind Ausbildungen gemäß der Bundesrichtlinie (siehe dazu Liste der anerkannten Ausbildungen), die frühestens am 1.1.2017 und spätestens am  31.12.2018 beginnen oder wiederaufgenommen und zur Gänze in Österreich absolviert werden. Eine Kombination von vorangehender Bildungskarenz (mit einem Ausbildungsbeginn nach dem 1.1.2017) und anschließendem Fachkräftestipendium mit neuerlicher Karenzierung (Förderbeginn bis spätestens 31.12.2018) ist möglich.  

Die Gewährung eines Fachkräftestipendiums ist nur bei Vollzeitausbildungen möglich, die durchschnittlich mindestens 20 Maßnahmenstunden pro Woche über die gesamte Ausbildungsdauer umfassen und mindestens drei Monate dauern.

Die Gewährung eines Fachkräftestipendiums ist nur dann möglich, wenn sie zwischen dem Arbeitsmarktservice und dem Förderungswerber/der Förderungswerberin als Ergebnis einer vorangehenden Beratung in Bezug auf eine konkrete Ausbildung vereinbart wurde (rechtzeitige Kontaktnahme vor Beginn der Ausbildung erforderlich). Ausnahme: Personen, die alle Fördervoraussetzungen erfüllen, aber erst im Laufe der bereits begonnenen Ausbildung vom Fachkräftestipendium erfahren, können ab dem nächsten Tag nach der Beratung durch das Arbeitsmarktservice, ein Fachkräftestipendium erhalten. 

Das Fachkräftestipendium wird in Tagsätzen gewährt. Wert 2017: EUR 28,20. Ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe größer oder gleich dem FKS-Ausgleichszulagenrichtsatz, kommt anstelle des Fachkräftestipendiums die Weitergewährung des Leistungsbezuges gemäß § 12 Abs. 5 AlVG zum Tragen.

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