30.7.2018
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Krank im Urlaub? – Mit der AK Tirol starten Sie gut informiert in die Ferien

Eine Sommergrippe am Meer, ein gebrochenes Bein beim Wandern. Gesundheitliche Probleme im Urlaub sind nicht nur unangenehm, sie werfen mitunter auch arbeits- und sozialrechtliche Fragen auf. Deshalb haben die AK Experten die wichtigsten Infos zu diesem Thema zusammengestellt.

Endlich ist er da, der langersehnte Urlaub. Doch dann Fieber, Schnupfen, Husten oder gar eine Darmgrippe: Da bleibt nur, krank das Bett zu hüten. Stellt sich die Frage: Kann der Urlaub auch zum Krankenstand werden? „Ja, unter gewissen Voraussetzungen“, so die Arbeitsrechtsexperten.

Wenn eine Krankheit im Urlaub mindestens vier Kalendertage dauert, wird der Urlaub unterbrochen. Das bedeutet, dass jene Krankheitstage, die auf Werktage fallen, nicht als Urlaubstage gerechnet werden. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer die Erkrankung nach dreitägiger Krankheitsdauer unverzüglich beim Arbeitgeber meldet und gleich nach der Rückkehr eine ärztliche Bestätigung über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit vorlegt. Daher gleich am Urlaubsort zum Arzt oder ins Spital gehen.

Achtung: Wer im Ausland krank wird, braucht eine Bestätigung des Krankenhauses oder eines Arztes samt behördlicher Beglaubigung, dass dieser zur Ausübung seines Berufs berechtigt ist. Deshalb im Ausland möglichst ein öffentliches Spital aufsuchen!

Eine krankheitsbedingte Unterbrechung verlängert den Urlaub aber nicht automatisch. Sobald der vereinbarte Urlaub zu Ende oder der Beschäftigte gesund ist, muss er wieder zur Arbeit gehen. Die Krankheitstage fließen ins Urlaubsguthaben zurück.

Verspätung. Wenn Sie wegen Erkrankung, Verletzung, Schlechtwetter oder Flugverspätungen am Urlaubsort festsitzen, müssen sie die Verhinderung unverzüglich melden. Das Entgelt muss in diesen Fällen weiterbezahlt und Fehltage dürfen nicht als Urlaub gerechnet werden.

Mit der e-Card in den Urlaub
Wussten Sie, dass die Rückseite Ihrer e-card eine Europäische Krankenversicherungskarte ist? Mit dieser können Sie in vielen europäischen Ländern im Notfall medizinische Leistungen des dortigen öffentlichen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Dies gilt aber nicht bei Privatärzten und Privatspitälern.

Achtung: Bei mangelnden Versicherungszeiten (die Rückseite der e-Card ist nur mit Sternen ausgefüllt) wird von der zuständigen Kasse als Ersatz die „Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die Europäische Krankenversicherungskarte“ ausgestellt.

Erkunden Sie sich daher am besten vor Ort, ob Ihre E-Card akzeptiert wird oder nicht.

Die Karte gilt innerhalb der EU, weiters für Norwegen, Island, Liechtenstein, die Schweiz, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina.

Für Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina ist zu beachten, dass Sie die EKVK dem für Ihren Aufenthaltsort in Betracht kommenden Sozialversicherungsträger vorlegen und in eine gültige Anspruchsbescheinigung umtauschen müssen.

Nicht gedeckt ist ein allfällig notwendiger Rücktransport nach Österreich. Hier empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung.

Für Staaten, in denen die Europäische Krankenversicherungskarte nicht gilt, kann vor Antritt der Reise ein „Urlaubskrankenschein“ (beim Dienstgeber oder der zuständigen Krankenkasse) ausgestellt werden, wenn mit dem jeweiligen Staat ein Sozialversicherungsabkommen besteht (z. B. Türkei).

In allen übrigen Fällen müssen die Kosten einer notwendigen Krankenbehandlung generell zuerst selbst bezahlt werden. Nach Vorlage der ärztlichen Honorarnote erhält man von der heimischen Krankenkasse einen teilweisen Kostenersatz nach den für Österreich gültigen Vertragstarifen. Dies bedeutet – wie bei der Inanspruchnahme eines Wahlarztes im Inland – in der Regel eine nur 80-prozentige Rückvergütung des in Frage kommenden Inlandstarifes. Mehr auf www.chipkarte.at

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