26.7.2017
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In Probezeit nichts bezahlt: AK verhilft Reinigungskraft zu 700 Euro

Herta hatte einen neuen Job bei einer Reinigungsfirma. Noch in der Probezeit wurde das Dienstverhältnis von ihrem Chef aufgelöst. Sie bekam aber weder eine Abrechnung noch einen Cent Lohn. Und das, obwohl sie knapp drei Wochen voll gearbeitet hatte. Sie wandte sich an die AK Tirol in Innsbruck. Der zuständige Jurist wurde sofort tätig und forderte für Herta bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber ihre offenen Ansprüche ein. Sie erhielt die ihr zustehenden 700 Euro und war froh um die prompte Hilfe der AK. Im Zusammenhang mit der Probezeit gibt es immer wieder Fragen und auch Probleme. Hier die wichtigsten Informationen:

Wer ein neues Arbeitsverhältnis beginnt, muss oft eine Probezeit absolvieren. In dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis jederzeit ohne Einhaltung einer Frist oder eines Termins von beiden Seiten aufgelöst werden. Es muss auch kein Grund für die Auflösung angegeben werden.

Dauer. Lehrlinge haben eine 3-monatige Probezeit. Für alle anderen gilt: Höchstens einen Monat. Es gibt Kollektivverträge, die eine kürzere Probezeit vorsehen. In diesem Fall kann diese auch nicht durch Einzelvereinbarung verlängert werden. Der Kollektivvertrag muss im Betrieb an einem für Sie zugänglichen Ort aufliegen.

Auflösung. Wenn das Arbeitsverhältnis in der Probezeit gelöst wird, endet es mit dem Zugang der Erklärung. Die Auflösungserklärung muss dem Vertragspartner spätestens am letzten Tag der Probezeit zugehen. Ein Sonntag als letzter Tag verlängert die Frist nicht! Bei Beginn des Dienstverhältnisses am Monatsersten dauert die einmonatige Probezeit nur diesen Monat, zum Beispiel vom 1. Februar bis zum 28. Februar.

Bezahlung. In der Probezeit stehen das vereinbarte Entgelt und die Urlaubsersatzleistung bis zum Zeitpunkt der Lösung zu. Was Sonderzahlungen betrifft: Hier sind die Bestimmungen im Kollektivvertrag wesentlich.

 

Fall des Monats: In Zwangsurlaub geschickt

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