16.1.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Einfach in Zwangsurlaub geschickt: AK Telfs verhalf zu 3.000 Euro

So nicht. Chef kündigt Mitarbeiter, stellt ihn dienstfrei und verpasst ihm während der Kündigungsfrist auch noch Zwangsurlaub. Die AK Telfs erkämpft für ihn 3.000 Euro.

Martin war Gastro-Mitarbeiter. Er wurde gekündigt. Für die Zeit seiner Kündigungsfrist von sechs Wochen wurde er vom Chef auch gleich dienstfrei gestellt. Er musste sofort Arbeitskleidung und Schlüssel abgeben. Aus rechtlicher Sicht war die Vorgangsweise bis zu diesem Zeitpunkt noch korrekt. Denn eine Dienstfreistellung kann vom Arbeitgeber einseitig verfügt werden. Das Entgelt muss aber inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld während der Kündigungsfrist weiterbezahlt werden. Und zwar in der Höhe, als ob man normal weitergearbeitet hätte.

Doch der Arbeitgeber hat Martin während der Dienstfreistellung auch gleich seinen Urlaub abgezogen. Ihn sozusagen, obwohl dies nicht abgemacht war, in Zwangsurlaub geschickt. Das wirkte sich bei der Schlussabrechnung für Martin fatal aus. Seine noch offenen 43 Urlaubstage waren ihm nicht ausbezahlt worden. Das wollte er sich nicht gefallen lassen. Er wandte sich an die AK Telfs. Der AK Experte konnte ihn beruhigen. Denn Urlaub muss immer zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden! Das gilt auch während der Kündigungsfrist. Gemäß Urlaubsgesetz ist eine einseitige Anordnung von Urlaub durch den Arbeitgeber unzulässig. Nicht verbrauchter Urlaub ist am Ende des Beschäftigungsverhältnisses auszubezahlen.

Das teilte der AK Experte auch Martins früherem Arbeitgeber mit und klärte ihn über die eindeutige Rechtslage auf. Die Schlussabrechnung wurde korrigiert. Martin bekam für 43 Tage nicht konsumierten Urlaub den satten Betrag in Höhe von knapp 3.000 Euro nachbezahlt. Viel Geld für Martin, das er mithilfe der AK bekommen hat.

Übrigens: Die Ersatzleistung für nicht verbrauchten Urlaub am Ende eines Beschäftigungsverhältnisses ist darüber hinaus auch zusätzliche Versicherungszeit und damit für spätere Pensionsansprüche maßgeblich.

 

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK