Altersdiskriminierung: AK verhalf Koch zu 500 Euro Schadenersatz

Sachen gibt’s, die glaubt man kaum. Thomas bewirbt sich per eMail auf ein Stelleninserat auf einem Karriereportal als Küchenchef bei einem Tiroler Hotel. Er ist über 60 Jahre alt. Es dauert nicht lange, und er bekommt folgende schriftliche Antwort des Hoteldirektors: „Leider können wir Ihre Bewerbung aufgrund Ihres Alters nicht berücksichtigen.“ Das ging Thomas dann doch zu weit. Er erkundigte sich in der AK Tirol in Innsbruck, ob eine derartige Jobabsage aufgrund seines Alters überhaupt erlaubt ist.

Nein, das ist eine ganz klare Altersdiskriminierung, klärt ihn der AK Jurist auch gleich auf. Laut Gleichbehandlungsgesetz ist jede direkte und indirekte Form der Diskriminierung einer Person aufgrund ihres Alters verboten. Das heißt, eine Stellenbewerbung darf nicht allein wegen des Alters der Bewerberin bzw. des Bewerbers unberücksichtigt bleiben. Die Auswahl ist anhand von sachlichen Kriterien wie etwa Qualifikation oder fachliche Eignung zu treffen. Das Hotel hat die vom AK Juristen wegen Altersdiskriminierung geforderten 500 Euro Schadenersatz überwiesen. Denn auch wenn Stellenwerber den Job bei diskriminierungsfreier Auswahl nicht erhalten hätten, haben sie Anspruch auf Schadenersatz von höchstens 500 Euro, wenn sie beim Bewerbungsverfahren diskriminiert wurden.

Hätte aber der Stellenwerber bei diskriminierungsfreier Auswahl den Arbeitsplatz erhalten, dann hat er Anspruch auf mindestens zwei Monatsentgelte Schadenersatz.


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