Umfrage bringt Spitzenwerte für die Arbeiterkammer

Ohne Arbeiterkammer sähe die Zukunft der Beschäftigten nicht rosig aus, das bestätigen auch die Tiroler Arbeitnehmer in einer aktuellen Umfrage. 97 % halten die Existenz der AK für wichtig, 88 % sind der Meinung, dass alle Arbeitnehmer AK Mitglieder sein sollen. Der AK Ineffizienz zu unterstellen, ist deshalb ein Fake. 

Angriff auf AK

Nach der offenen Kampfansage von FPÖ und NEOS während des Wahlkampfs und einem mehr als zögerlichen Verhalten von Türkis wurden nach der Wahl zwar „moderatere“ Töne angeschlagen, das Ziel blieb jedoch dasselbe: die Beschneidung der Arbeiterkammern als größte Interessenvertretung der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht nach wie vor auf der Agenda der neuen Regierung. Vorschläge, wie die Beschäftigten von der AK profitieren können und dass die AK effizienter arbeiten soll, sind dabei die fadenscheinigen Argumente – bis Juni sollen die Arbeiterkammern diesbezüglich „Reformvorschläge“ einbringen. Ansonsten würde die Bundesregierung selbst zur Tat schreiten. Und wie diese Taten aussehen werden, kann man derzeit bei den Beispielen AUVA, Sozialversicherungen oder AMS beobachten. Die Arbeitnehmer haben deshalb wenig Grund für Optimismus, denn es geht um ihre Zukunft und ihre Rechte, die massiv beschnitten werden sollen.

Fakten statt Fake-News 

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SORA zeigt deutlich, dass die Beschäftigten ein anderes Bild von der AK haben, als die Bundesregierung. Denn wie gut arbeitet eine Interessenvertretung, von der man Effizienz fordert und die vergangenes Jahr allein in Tirol knapp 320.000 Beratungen durchgeführt und 47 Millionen Euro für ihre Mitglieder erkämpft hat? Dass es der Bundesregierung nicht um eine Steigerung dieser Summe und nicht um die Unterstützung der Beschäftigten geht, dürfte klar sein. Das Schlagwort der „Effizienzsteigerung“ ist hier eindeutig ein Fake. In Wirklichkeit bezweckt die Regierung mit der Schwächung der AK, dass die Gelder, die den Beschäftigten zustehen, weniger werden, wie auch das Mitspracherecht des Einzelnen. Dabei scheut sie auch nicht vor der Verbreitung von Fake-News zurück oder dem Anfeuern einer Neid-Debatten, wie jüngst bei den Sozialversicherungen. Hier wurden offensichtlich Fakten bewusst entstellt. In Wirklichkeit geht es um eine Entmachtung der Sozialpartnerschaft, der AK und der mehr als 3,7 Millionen Beschäftigten in Österreich.  

Positives Zeugnis

Doch nicht nur die Bilanz 2017 stellt der AK Tirol ein positives Zeugnis aus, sondern vor allem ihre Mitglieder. Dies zeigt die Umfrage deutlich:

  • Nicht weniger als 97 % (!) der Befragten halten die AK für sehr bzw. ziemlich wichtig (siehe Graph. 4), ein Wert den bisher noch keine Regierung erreicht hat. Dass 88 % der Überzeugung sind, die AK kämpfe für sie, spiegelt sich auch in der Frage nach der Mitgliedschaft wider. 
  • 88 % halten es für wichtig, dass alle Arbeitnehmer AK Mitglieder sind
  • Auch eine Befragung über die Abschaffung der gesetzlichen Mitgliedschaft hätte die AK nicht zu fürchten: 84 % der Befragten sprechen hier der AK das Vertrauen aus (siehe Graph. 1). Lediglich 12 % sprechen sich eher bzw. sicher für eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft aus. Ein tiefer Wert, denn auch den Tiroler Arbeitnehmern ist klar, dass ihr Beitrag ihnen direkt hilft und gleichzeitig ein Solidarbeitrag ist, der allen Beschäftigten zugutekommt.
  • Bei Problemen am Arbeitsplatz erreicht die AK einen Spitzenwert (siehe Graph. 2): 91 % wenden sich in arbeitsrechtlichen Fragen an die AK, damit liegt die AK 71 (!) Prozentpunkte vor dem Zweitplatzierten, 82 % geben an, dass ohne AK ein Ungleichgewicht zugunsten der Arbeitgeber herrschen würde.

Auch die tägliche Arbeit der AK wird überaus positiv bewertet (siehe Graph. 3):

  • 92 % sehen sich in konkreten Rechtsfragen sehr bzw. ziemlich gut beraten, beim Schutz von Konsumenten und Mietern (96 %), der Unterstützung bei Problemen mit dem Arbeitgeber (96 %), dem Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz (97 %) oder der Vertretung von Arbeitnehmer-Interessen gegenüber der Politik (96 %) werden extrem hohe Werte erreicht. Gerade dem letzten Punkt wird in den kommenden Monaten großes Gewicht zukommen, denn es geht um die Interessen der Arbeitnehmer. Sie gilt es gegen jene zu schützen, die ein anderes Verständnis von Solidarität haben.
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schwarz auf weiss

Nicht weniger als 97 % (!) der Befragten halten die AK für sehr bzw. ziemlich wichtig!

Solidarbeitrag entscheidet

Was würden die Beschäftigten bei einer angedachten Kürzung der Beiträge sparen? Je nach Kürzungsmodell im Schnitt an die 42 Euro im Jahr – keine Summe, mit der man in Saus und Braus leben wird. Im Gegenteil. Die Kürzung der Beiträge würde ihnen massiv schaden.

Offen gesagt

 „In Wirklichkeit bezweckt die Regierung eine massive Schwächung der AK und damit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

AK Präsident
Erwin Zangerl

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Bilanz 2017

319.000 Beratungen, knapp 47 Millionen Euro für die Beschäftigten erkämpft: Die AK ist wichtiger denn je.