25.5.2016

AK Tirol: Fördermittel für Lehrbetriebe nur bei Qualitätsnachweis!

Seit Jahren lukrieren Tirols Lehrbetriebe Bundesförderungen für die Ausbildung von Lehrlingen. Diese erhält jeder Lehrbetrieb unabhängig von seiner Ausbildungsleistung – die Folge dieses Gießkannenprinzips: Die Förderung verkommt zur reinen Wirtschaftsförderung, ohne nachhaltige Auswirkung auf den Arbeitsmarkt. Deshalb fordert die AK Tirol eine Verteilung der Fördermittel nach der Qualität der Ausbildung.

Am Arbeitsmarkt vorbei

Damit wird der ursprüngliche sozialpolitische und arbeitsmarktpolitische Anspruch dieser Förderung ad absurdum geführt, denn qualitätsbezogene Maßnahmen werden kaum beachtet. Werden derart große Summen vergeben, sollte dies jedoch an nachvollziehbare qualitative Leistungen bei der Ausbildung von Lehrlingen gekoppelt sein.

Offen gesagt

„Würde etwa die Auszahlung der Basisförderung
an einen positiven Lehrabschluss geknüpft sein, ergäbe die Prüfungsstatistik ein völlig anders Bild.“ 

AK Präsident Erwin Zangerl

Vernünftig fördern

Von solchen Kriterien würden nicht nur Auszubildende und der Arbeitsmarkt an sich profitieren, sondern auch jene Betriebe, die auf hohem Niveau lehren und ihren Ausbildungsauftrag ernst nehmen, so Zangerl. Die AK Vollversammlung fordert deshalb das zuständige Wirtschaftsministerium auf, einen vernünftigen Anteil der Fördermittel nach Qualitätskriterien zu vergeben, die von einem Förderausschuss definiert werden sollen.

schon gewusst?

Rund 15 Millionen Euro erhalten Tirols Lehrbetriebe jährlich aus Mitteln der Bundesförderung. 93 % davon (rund 13,9 Mio. Euro im Jahr 2015) betreffen die sogenannte „Basisförderung“, die unabhängig von der jeweiligen Qualität der Ausbildungsleistung fließt. Lediglich 3,5 % der Gelder dienen der Finanzierung von zwischen- und überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, überhaupt nur 0,5 % stehen für die Unterstützung von lernschwachen Lehrlingen zur Verfügung. Die Förderung wird somit fast ausschließlich dafür ausgeschüttet, um überhaupt Lehrlinge auszubilden, unabhängig, ob auf die Qualität der Ausbildung wert gelegt wird, oder nicht. 

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schon gewusst?

Rund 15 Millionen Euro erhalten Tirols Lehrbetriebe jährlich aus Mitteln der Bundesförderung. 93 % davon (rund 13,9 Mio. Euro im Jahr 2015) betreffen die sogenannte „Basisförderung“, die unabhängig von der jeweiligen Qualität der Ausbildungsleistung fließt. Lediglich 3,5 % der Gelder dienen der Finanzierung von zwischen- und überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, überhaupt nur 0,5 % stehen für die Unterstützung von lernschwachen Lehrlingen zur Verfügung. Die Förderung wird somit fast ausschließlich dafür ausgeschüttet, um überhaupt Lehrlinge auszubilden, unabhängig, ob auf die Qualität der Ausbildung wert gelegt wird, oder nicht.