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AK Bilanz 2017: 319.450 Beratungen, 46,9 Mio. Euro für Tirols Beschäftigte erkämpft

Die Bilanz der AK Tirol für 2017 kann sich sehen lassen und spiegelt wider, was den mehr als 350.000 Tiroler Beschäftigten im Alltag so alles widerfährt. In Innsbruck und in den Bezirken fanden im letzten Jahr insgesamt 319.450 Beratungen statt, telefonisch, schriftlich oder bei einem persönlichen Besuch! Unterm Strich erkämpfte die AK Tirol 2017 rund 46,9 Millionen Euro für die Mitglieder.

Der Rechnungsabschluss der Arbeiterkammer Tirol wurde mit den Stimmen aller Fraktionen einstimmig beschlossen. AK Direktor Mag. Gerhard Pirchner präsentierte der Vollversammlung die Details und hob eindrucksvolle Zahlen hervor. Rund ein Drittel der 319.450 Beratungen, nämlich 103.170, betraf das Arbeitsrecht, 63.240 entfielen auf den Konsumentenschutz, weitere 48.120 auf das Sozialrecht, 18.380 auf das Miet- und Wohnrecht und weitere 23.400 auf Wirtschafts- und Steuerfragen. 18.960 Beratungen wurden im Betriebsservice für die Tiroler Betriebsräte geleistet, rund 12.630 in Lehrlings- und Jugendfragen, weitere 14.640 Anfragen drehten sich um die Aus- und Weiterbildung. Mehr als 1.000 Anträge pro Jahr betreffen persönliche Schicksalsschläge, die im AK Unterstützungsfonds betreut werden. Wie wichtig diese Direkthilfe für die Arbeitnehmer-Familien geworden ist zeigt sich daran, dass die Betroffenen in den letzten neun Jahren insgesamt 9.413 Anträge stellten. Die AK Tirol konnte dabei 2.858.978 Millionen Euro an Unterstützung auszahlen.

Die AK Bücherei verzeichnete mehr als 106.820 Besucher mit 338.300 Entlehnungen, davon bereits knapp 100.000 eBooks. Bei den in ganz Tirol durchgeführten Kontaktoffensiven lernten tausende Mitglieder die AK Funktionäre und Mitarbeiter persönlich kennen. Im Rahmen der AK Ferienaktionen erlebten im Vorjahr 1.300 Kinder in 38 Ferien-Wochen spannende Urlaubstage. Für die berufstätigen Eltern stellt dies eine wichtige Entlastung der Betreuungspflicht in den Sommermonaten dar.

Leider bedurfte es auch im abgelaufenen Jahr wieder in tausenden Fällen einer Intervention durch die AK Experten, wenn es darum ging, vor Gericht Mitgliedern zu ihrem Recht zu verhelfen. So erkämpfte die AK Tirol 2017 knapp 47 Millionen Euro für Betroffene (inklusive Insolvenzgelder). Ganz zu schweigen von den zig Millionen Euro, die sich die Mitglieder durch vorbeugende Beratung und Information erspart haben. Dazu gehören auch Hilfe zur Selbsthilfe durch Online-Angebote, hunderte Broschüren, Informationsveranstaltungen und Bildungsangebote.

Gerechtigkeit muss sein

Sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen und den Tiroler Beschäftigten dabei mit Rat und Recht zur Seite zu stehen, war Schwerpunkt in der Beratungsleistung der AK Tirol. 322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Innsbruck und in den Bezirken sind für die Mitglieder da. Täglich wandten sich knapp 1.300 AK Mitglieder an Ihre AK - egal, ob im Arbeits-, Sozial-, Konsumenten-, Wohn- oder Steuerrecht, in Bildungs- oder Jugendfragen. Von den insgesamt 319.450 Beratungen wurden 74.080 persönlich, 231.240 telefonisch und 14.130 schriftlich beantwortet. Das Web-Portal der AK Tirol verzeichnete 326.000 Besuche mit rund 940.000 Seitenaufrufen.

Die AK wurde auch 2017 regelrecht gestürmt. Darin zeigt sich, dass die AK die gesellschaftspolitischen Erfordernisse erkennt und ihr Angebot für AK Mitglieder entsprechend anpasst und erweitert, um die Nachfrage zu decken.

Die eigene Wohn- und Mietrechtsberatung verzeichnet laufend Steigerungen in der Beratung, auch das Service für die Betriebsräte und für Krisenintervention in den Betrieben hat sich bestens bewährt. Im Konsumentenbereich sind die Anfragen und Berechnungen zu Kreditzinsen, Zinsgleitklauseln, Fremdwährungskrediten und Lebensversicherungen explodiert. Durch die Regionalisierungsoffensive wurden die acht Bezirkskammern räumlich und personell ausgebaut und haben sich zu den wichtigsten regionalen Schutzhäusern in den Bezirken entwickelt. Die wesentlichste Maßnahme war die komplette Sanierung der AK Lienz.

Als weitere neue Leistung wird die AK ab 1. Juli die Registrierung der Gesundheitsberufe übernehmen. In Tirol betrifft das rund 17.000 Beschäftigte in den Gesundheitsberufen, die in der AK kostenlos zertifiziert werden.

Mit den mehr als 2,3 Mio. Euro an Direktförderungen an die AK Mitglieder für Bildungs- und Ausbildungsbeihilfen und den Unterstützungsfonds sowie den Nachhilfe- und Ferienaktionen und mehr als 120 Informationsreihen in allen Bezirken pro Jahr ist die AK für die Mitglieder wichtiger denn je.

Bei den Menschen in Tirol ist die AK hochangesehen, das belegen Umfragen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – versuchen Vertreter neoliberaler Kreise, die AK Leistungen madig zu machen und möchten Arbeiterkammer und Sozialpartnerschaft am liebsten abgeschafft wissen. Um den polemischen Halb- und Unwahrheiten mit Fakten entgegenzutreten, suchte die AK Tirol bei in ganz Tirol durchgeführten Kontaktoffensiven verstärkt den Dialog mit den Menschen und informierte sie über die Angebote und Leistungen.

Die Gesamteinnahmen der AK betrugen im Vorjahr rund 42,65 Millionen Euro. Der größte Teil der Mittel wurde vor allem für die direkte und umfassende Betreuung der Mitglieder in den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht, Konsumentenschutz, Wohn- und Mietrecht, Bildungs- und Jugendmaßnahmen aufgewendet. Von der Beratung über die Intervention bis zum gerichtlichen Rechtsschutz reichte dabei die Palette.

Auch bei der Begutachtung von Gesetzen sind die AK Experten aus Arbeitsrecht, Sozialrecht, Wohnrecht und Konsumentenschutz im Einsatz. So hat die AK im Vorjahr zu 387 Gesetzen und Verordnungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene eine Stellungnahme abgegeben. Dabei ist die AK nur den Interessen ihrer Mitglieder verpflichtet. Durch inhaltliche Vorschläge der AK gelingt es immer wieder, auch auf dem Gesetzesweg Verbesserungen für die Arbeitnehmer zu erreichen.

Sparsam gewirtschaftet

Der Rechnungsabschluss 2017 zeigt aber auch, dass die Arbeiterkammer mit den Beiträgen ihrer Mitglieder äußerst umsichtig wirtschaftet. Die AK Beiträge machten im Jahr 2017 insgesamt 39.960.600 Euro aus, dabei beträgt der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag knapp 7 Euro netto pro Monat. 90.280 Tiroler AK Mitglieder sind vom Beitrag befreit. Keinen Beitrag zahlen etwa geringfügig Beschäftigte, Lehrlinge und jeder, der Krankengeld, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe oder Karenzgeld bezieht.

Regionalisierung als Erfolgsmodell

Die Bezirkskammern haben sich als regionale Dienstleistungszentren etabliert: Mehr als 50 Prozent aller persönlichen Kontakte finden bereits in einer der acht Bezirkskammern in Imst, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte, Schwaz und Telfs statt. Parallel dazu wurde der laufende Kontakt zu den Betriebsräten in Kooperation mit den Gewerkschaften intensiviert und ausgebaut und mit dem Betriebsräte-Kolleg sowie laufenden Betriebsratsseminaren im AK Bildungshaus Seehof ein völlig neues Ausbildungsmodell geschaffen. 

Tiroler mit ihrer AK hochzufrieden

Auch wenn die Arbeiterkammer in den letzten Monaten vermehrt Angriffen und Unterstellungen ausgesetzt war, wissen die Tiroler Arbeitnehmer, was sie an ihr haben. So zeigt eine repräsentative SORA-Umfrage deutlich, dass nach Meinung der Tiroler Beschäftigten die AK nicht nur die besten Ideen hat, wenn es um das Arbeitsumfeld der Zukunft geht, sondern sie zählt zudem zu jenen Organisationen, auf die man keinesfalls verzichten möchte: Nicht weniger als 97 Prozent der Befragten halten die Existenz der AK für wichtig, 88 Prozent sprechen sich auch dafür aus, dass alle Arbeitnehmer AK-Mitglieder sein sollen.  

Ähnlich positiv ist auch das Ergebnis des laufenden AK Monitorings: Die AK Tirol genießt unter den Mitgliedern das höchste Vertrauen und die größte Kompetenz. Nach Analyse von 9.400 Mitgliedergesprächen im Jahr 2017 zeigte sich, dass 95 Prozent der Hilfesuchenden mit dem Kontakt zur AK „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ waren. 

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