22.8.2013
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Seit 25 Jahren AK Ferienaktion: Spaß, Action und spielerisches Lernen für knapp 5.000 Tiroler Kinder

Seit nunmehr 25 Jahren bietet die Arbeiterkammer Tirol ganz unterschiedliche Aktionen für Kinder in den Sommermonaten an. Damit soll vor allem berufstätigen Eltern geholfen werden, die langen Ferien kostengünstig, spannend und pädagogisch sinnvoll zu organisieren. Insgesamt haben bereits knapp 5.000 Tiroler Kinder teilgenommen.

Von der Abenteuerwoche bis zur Ferienwoche in Salzburg: Auch für den Sommer 2013 organisierte die AK Tirol ein vielfältiges Programm für ihre traditionelle Kinderferienaktion – mit und ohne Übernachtung. Damit sollen vor allem berufstätige Eltern bei der Betreuung während der Ferien entlastet werden – und das zu erschwinglichen Preisen.

Die Nachfrage für die verschiedensten Termine war heuer so überwältigend, dass um 50 % mehr Plätze als 2012 geschaffen werden mussten. Dennoch sind alle Programme ausgebucht.

Wie es vor 25 Jahren begann

Begonnen hatte es im Jahr 1988, als die AK Tirol erstmals für alleinstehende und berufstätige Mütter Kinderferien günstig anbot: Damals gab es Ferien am Bauernhof in Osttirol und einen AK Ferienbus durch Tirol: Für Kinder, die nie auf Urlaub fahren konnten. Es folgte die Aktion „Kinder aus den Bezirken lernen ihre Hauptstadt kennen“, schon damals mit Übernachtung auf dem AK Bildungshaus Seehof oberhalb von Innsbruck sowie „Mit der AK ins Grüne“ mit Tagesausflügen für Kinder aus dem Raum Innsbruck. In den ersten Jahren nahmen pro Sommer 35 bis 60 Kinder teil.

Das Angebot wurde ständig ausgebaut und adaptiert, es kamen Berufsinformationstage dazu, aber auch Sportwochen, Erlebnis- und Lerncamps.

Sowohl Programm als auch Teilnehmerzahl haben heuer alle Rekorde gebrochen. Insgesamt 13 unterschiedliche Wochen werden derzeit angeboten: Fußball-, Sport- und Abenteuerwochen, Fantasie-, Natur- und Kreativcamps, Salzburg-Wochen und „Lets talk in English! Vom schaurig-schönen Ausflug in die Geisterwelt über Hip Hop, Zumba, Tennis und Klettern bis hin zur Schatzsuche per GPS war alles dabei. 574 Kinder aus ganz Tirol nehmen allein im heurigen Sommer teil.

„Der Andrang war enorm. Wir konnten trotz allen Bemühens und Ersatzwochen und Zusatzprogrammen bei weitem nicht alle Wünsche erfüllen“, zeigt sich AK Präsident Erwin Zangerl vom Angebot überwältigt. Und auch die Eltern wissen die AK Kinderferienaktionen zu schätzen. „Für viele berufstätige Mütter und Väter sind die Sommerferien der Kinder eine  echte Herausforderung. Besonders alleinerziehende Elternteile stehen oft vor organisatorischen und finanziellen Problemen. Wir versuchen zu einem möglichst leistbaren Beitrag tolle Ferienerlebnisse für 7- bis 14 jährige Kinder zu organisieren. Ohne Übernachtung beträgt der Selbstkostenpreis pro Woche 50 Euro, mit Übernachtung am Seehof 88 Euro und bei den Salzburg-Trips 140 Euro. Außerdem gibt es noch Geschwisterermäßigungen.“

Was die AK Ferienaktionen auszeichnet? Kleine Gruppen, um jedes Kind individuell zu fördern und zu unterstützen. Als Betreuer steht ein multidisziplinäres Team aus erfahrenen Junglehrern, Pädagogen, Sozialarbeitern und Outdoor-Trainern zur Verfügung.

Wie schaut die Zukunft aus?

Zangerl: „Wir haben mit diesem Angebot eine Lücke im Sommer geschlossen und werden im kommenden Jahr unser Angebot auf alle Ferienwochen ausweiten. Außerdem werden wir die Bereiche Lern- und Sommercamps ausbauen. Hier besteht enorme Nachfrage, denn vor allem Sprachreisen und Sommernachhilfe ist extrem teuer und für viele Arbeitnehmerfamilien kaum zu finanzieren. Wir decken mit der AK Sommerschule in allen Bezirken und in Innsbruck bereits seit Jahren eine große Nachfrage ab. Mit Intensiv-Lern- und Sommercamps wird dieses Angebot komplettiert und soll zu einer zeitlichen und finanziellen Entlastung der Eltern führen.

Mit der AK nach Europa

Die AK Tirol hat mit den Projekten „Rückenwind“, „AK goes international“ sowie mit „first time Europe“ für Furore gesorgt, indem wir Jungen Tirolerinnen und Tirolern den Aufenthalt in England, Spanien, Portugal, Griechenland, Finnland, Norwegen und Deutschland zu günstigsten Konditionen ermöglicht haben. Mit Sprachcamps im kommenden Sommer in England wollen wir auch dieses Angebot erweitern und für Jugendliche ab 14 Jahre öffnen. Hier geht es um Sprachunterricht im Ausland, um den Eltern entgegen zu kommen und die Schüler sprachlich fit zu machen.“

 

Highlights aus der heurigen AK Ferienaktion

Kinder können Leben retten: Mit der AK beim Roten Kreuz in Innsbruck

37 Kinder besuchten im Rahmen der AK Kinderferienaktion die Rettungszentrale in Innsbruck. Dort eigneten sie sich einen Nachmittag lang Kniffe und Griffe für die Erste Hilfe an und lernten den Alltag der Sanitäter näher kennen.

„Warum hängen denn da Blumen im Wagen“, wundert sich ein Mädchen bei der Besichtigung eines Rettungsautos und entlockt dem Sanitäter damit ein Schmunzeln. Dann erzählt er, dass es sich hier um ein Fahrzeug handelt, mit dem vorwiegend Krankentransporte durchgeführt werden. Die Blumen dienen dabei schlichtweg als Zierde, über die sich gerade ältere Leute sehr freuen.

Aneinandergereihte Garagen, die Wände in Rot-Weiß gehalten, im Hintergrund hört man neben Funk-Getöse auch das leise Vorbeifließen der Sill, und ein Rettungsauto nach dem anderen macht sich auf den Weg: Wir befinden uns in der Zentrale des Roten Kreuzes in Innsbruck. Und 37 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren erhielten bei der Sportwoche im Rahmen der AK Kinderferienaktion einen Nachmittag lang Einblick in den Rettungsalltag.

Eine hörbar lebhafte Truppe hastet durch das Gebäude. Es geht in den 6. Stock. Und da wartet schon Wolfgang Egger vom Roten Kreuz, der sie durch den Nachmittag begleitet und die Führung gleich mit einer wichtigen Frage eröffnet: „Müssen Kinder eigentlich Erste Hilfe leisten?“

Kinder wollen helfen. Schon da scheiden sich die Geister. Ein Bub bringt es auf den Punkt und meint: „Wir müssen eigentlich schon helfen. Aber dürfen wir das auch, und wie soll das genau gehen? Sollen wir die Rettung anrufen?“ „Ja“, entgegnet Herr Egger. „Falls du die Rettung nicht selbst anrufen kannst, musst du jemanden informieren, der die Rettung holt. Aber hilft das auch jedem?“ „Nein“, wirft da ein anderes Kind ein, „wenn ich zusammenbreche, möchte ich, dass jemand mir seine Luft gibt“.

Um den Kindern das Einmaleins der Erste Hilfe näherzubringen, wird die große Gruppe gleich in zwei geteilt: Im Gänsemarsch geht es mit einem Teil der Kinder direkt zu den Rettungsautos, während die anderen das Wiederbeleben üben.

Puppen liegen quer über den ganzen Raum am Boden verstreut, und einige Kinder ahnen schon, was da kommt: Mund-zu-Mund-Beatmung.

Es werden Zweier-Teams gebildet und eine Notsituation im Schwimmbad simuliert. Schritt für Schritt gibt Wolfgang Egger den Kindern Anweisungen und erklärt genau, was im Notfall zu tun ist. Die Stimmung wird immer ernster, denn die Kinder spüren, wie wichtig da Handeln werden kann. Neben der stabilen Seitenlage wird das Augenmerk vor allem auf die richtige Wiederbelebungstechnik gelegt. Dazu kann sich jedes Kind eine Puppe holen, und Herr Egger erklärt noch kurz den Ablauf: „30 Mal pumpen und dann beatmen. Am besten im Takt des Radetzky-Marschs!“

Kostbare Zeit. Fünf Minuten durchhalten ist jetzt angesagt, denn so lange dauert es in etwa, bis die Rettung eintrifft, und die Wiederbelebungsmaßnahmen von den Sanitätern weitergeführt werden können. „Da kommt man ja richtig ins Schwitzen“, hört man da einige Kinder sagen.

Doch damit nicht genug. Bei der Besichtigung des Rettungsautos werden nicht nur die wichtigsten Gerätschaften erklärt, die Kinder können sogar ihren Blutdruck messen, während der Sanitäter ausführlich von seinem Rettungs-Alltag erzählt. Die Kleinen stellen viele Fragen und dürfen zu guter Letzt sogar noch das Blaulicht betätigen.

Verbinden und inspizieren. Sobald Rettungsfahrzeug und Equipment inspiziert sind, werden den Kindern auch noch unterschiedliche Verbandstechniken gezeigt. Damit es nicht langweilig wird, hat das Ganze natürlich interaktiven Charakter, und die Kleinen können sich gegenseitig an Arm, Knie und Kopf verbinden. Nun wird die Stimmung schon etwas ausgelassener, und der eine oder andere kommt da schon einmal auf die Idee für die nächste Faschings-Verkleidung: „Ich werde als Mumie gehen.“

Wie wichtig die Rettung ist, das wissen die jungen Besucher schon ganz genau. „Sie hilft anderen Menschen und kann Leben retten“, erzählt Adrian. Wie der Neunjährige können sich einige Kinder gut vorstellen, später selbst Sanitäter zu werden. Miriam, 11 Jahre, hat vor allem das Verbinden gut gefallen, und wie ihre Oma möchte sie selbst einmal Krankenschwester oder Ärztin werden. Denn, so sagt sie, „Menschen zu helfen, ist ein schöner Job“.

Zum Abschluss dürfen die Kids Herrn Egger noch Fragen stellen. Und die könnten unterschiedlicher nicht sein: Von der Frage, wie bei einer allergischen Reaktion zu handeln ist, bis hin zu jener, wie z. B. bei Lebensmittelvergiftungen reagiert werden muss, ist da vieles dabei.

Unsicherheiten überwinden. Und auch das zeigt der Wiederbelebungs-Kurs, den die Kinder an diesem Nachmittag absolviert haben: Dass Erste-Hilfe-Kenntnisse nicht nur Leben retten, sondern auch Unsicherheiten überwinden helfen, die viele davon abhalten.

„Bedenkt man, dass 75 % aller Österreicher in Notsituationen nicht helfen, wird die Bedeutung von Erster Hilfe besonders klar. Deshalb muss noch viel publiker werden, dass man verpflichtet ist zu helfen“, betont Wolfgang Egger. Und weil die Untätigkeit vieler vor allen auf Angst und Unsicherheit zurückzuführen ist, sollten die Kenntnisse möglichst früh vermittelt werden. Denn: „Wird man von Kindesbeinen an damit konfrontiert, nimmt man vielen Menschen die Ängste und Unsicherheit und steigert deren Hilfsbereitschaft“, versichert der Rettungs-Experte.

Abseits, Tore und Elfmeter: Ferienspaß bei der Fußballwoche der AK Tirol

Am Rasen des Innsbrucker Tivoli startete die heurige Kinderferienaktion der AK Tirol. 50 Kinder übten sich dort unter der professionellen Anleitung von ÖFB-Nachwuchstrainern als Kicker. Ausflüge in den Hochseilklettergarten oder zur Berufsfeuerwehr standen am spannenden Nachmittagsprogramm.

Die Sonne scheint, und Kinder toben quer über den Kunstrasen im Innsbrucker Tivoli-Stadion. Die Stimmung ist ausgelassen, als plötzlich die Profis vom FC Wacker Innsbruck ins Training der Kids platzen. Für ein paar Augenblicke ist sie da wie weggeblasen, die Konzentration der Nachwuchs-Kicker: Gilt es doch, die Chance zu nutzen und die Idole hautnah bei der Aufwärmrunde am Spielfeld zu beobachten.

50 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, unter ihnen drei Mädchen, nahmen an der Fußballwoche der AK teil und übten mit lizensierten ÖFB-Nachwuchstrainern vom 8. bis 12. Juli jeden Vormittag ihr Fußball-Können. Die Woche im Tivoli war gleichzeitig auch Auftakt für die heurige Kinderferienaktion der AK Tirol (siehe unten).

„Wir haben die Kids dem Alter entsprechend in zwei Gruppen aufgeteilt, damit alle die Möglichkeit haben, ihre sportlichen Fähigkeiten altersgerecht einzubringen“, erzählt Trainer Manuel Wildauer.

Tipps & Tricks. Das Programm ist vielfältig: Während sich die Jüngeren beim Aufwärmen mit spielerischen Trainingseinheiten und technischen Fertigkeiten, z. B. beim Passen und Stoppen, die Zeit vertreiben, befinden sich die Älteren bereits mitten in einem Match, bei dem natürlich der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.

Angefeuert werden die Kinder von ihren zehn Betreuern, die ebenfalls sichtlich Spaß an der Sache haben. Deren Team-Leiter, David Nagiller, lobt nicht nur das professionelle Trainingsprogramm, sondern auch die Motivation der Kinder, die sich hier so richtig austoben können: „Die Größe der Gruppe macht das Ganze zwar organisatorisch aufwendig, aber eben auch sehr lebendig. Zudem ist die Woche für die Kinder auch eine gute Möglichkeit, andere Gleichaltrige kennen zu lernen“.

Frauenpower. Und was ist mit den drei Mädchen? „Zwei von ihnen nehmen ja schon zum zweiten Mal an der Fußballwoche teil, und sie setzen sich unter all den Buben wirklich gut durch“, schmunzelt Nagiller.

Als Ausgleich zu Leder, Tor und Mann-Deckung gibts ein sehr spannendes Freizeitprogramm: Dabei hatten die Kinder nicht nur die Möglichkeit, den Wald-Hochseilklettergarten in Rinn zu erkunden und den Rettungshubschrauber Christophorus 1 am Flughafen Innsbruck zu inspizieren. Mit ihren Betreuern waren sie auch noch zum Schwimmen im Erlebnisbad Olympisches Dorf und besuchten die Innsbrucker Berufsfeuerwehr.

Neue Freunde. Entsprechend vielfältig sind natürlich auch die Eindrücke der Kinder. Während Florian der Ausflug zum Schwimmen besonders gut gefallen hat, freut sich Lukas vor allem über die Freizeitaktivitäten, und dass er neue Freunde gefunden hat. Maurice bleibt der Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Erinnerung: „Es hat sogar einen echten Alarm gegeben, das war total spannend“. Und der siebenjährige Luca ist stolz auf die vielen Fußballtricks, die er gelernt hat, und mit denen er seine Freunde bald schon beim Elf-Meter-Schießen verblüffen will. Daniela, zehn Jahre, ist bereits zum zweiten Mal dabei, und hat neben dem Kicken speziell den Ausflug in den Hochseilklettergarten genossen.

Von der tollen Ausrüstung, die von der AK spendiert wurde, sind sie alle begeistert. Kilian will seine Dress jedenfalls wie einen Schatz hüten: Schließlich haben die Wacker-Profis die Trikots in einer ganz persönlichen Autogrammstunde fürs „Team AK Tirol“ signiert. Zum Andenken an diese erlebnisreiche Woche gibts außerdem für jedes Kind eine Urkunde samt Gruppenfoto.

      Schlagworte: Service, Presse
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