29.11.2013
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Steuertipps zum Jahresende

Letzte Chance. Wer für das Jahr 2008 noch keinen Steuerausgleich gemacht hat, kann das noch bis Ende Dezember erledigen. Also am besten gleich dazu aufraffen. Im Schnitt gibts immerhin 370 Euro!

Die Beschäftigten schenken dem Staat Jahr für Jahr mehr als 100 Millionen Euro, weil sie keine Arbeitnehmerveranlagung machen. Aber es lohnt sich öfter, als man glaubt. Mit ein paar Tipps der AK Steuerexperten geht es ganz leicht.

Unterschrift genügt. Mit dem Formular L1 für die Arbeitnehmerveranlagung können Sie auch dann Geld vom Finanzamt zurückbekommen, wenn Sie keine Ausgaben absetzen können, oder wenn Sie gar keine Steuer bezahlt haben. In beiden Fällen reicht die Angabe Ihrer persönlichen Daten, die Zahl Ihrer Arbeitgeber und die Unterschrift.

Für wen es sich lohnt

Schwankende Bezüge.
Sie waren nicht das ganze Jahr durchgehend berufstätig oder hatten schwankende Bezüge (Präsenz- oder Zivildienst, Karenz, Wechsel auf Voll- oder Teilzeit, Ende der Lehre etc.). Tragen Sie im Formular L1 die persönlichen Daten ein und unterschreiben Sie.

Niedrigverdiener:
Dazu zählt, wer so wenig verdient hat, dass er keine Lohnsteuer, aber Sozialversicherung zahlt (unter 1.190 Euro brutto/Monat). Das trifft vor allem auf Lehrlinge, Teilzeitbeschäftigte, Ferialarbeiter, Pflichtpraktikanten zu (nicht für Pensionisten). Tragen Sie einfach Ihre persönlichen Daten ein und unterschreiben Sie. Sie bekommen bis zu 110 Euro Gutschrift als Negativsteuer.

Schulungen.
Kosten für Aus-, Fortbildung oder Umschulung zählen zu den Werbungskosten (Formular L1 Punkt 722). Voraussetzung: Die Kurse verbessern Ihre Kenntnisse im ausgeübten Beruf oder sind so umfassend, dass Sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen. Fortbildungen zum Erwerb grundsätzlicher bürotechnischer oder kaufmännischer Kenntnisse sind immer abzugsfähig. (Buchhalter-, EDV-Einstiegskurs,…).

Wohnungskauf, Hausbau.
Die Kosten für den Hausbau oder den Erwerb einer neugebauten Wohnung (Erstbezug!) sind als Sonderausgaben absetzbar (Randziffer 456 im Formular L1). Als Höchstbetrag werden 2.920 Euro anerkannt, als Alleinverdiener oder -erzieherin 5.840 Euro. Man kann jedes Jahr die Rückzahlung des Darlehens geltend machen (bei Fremdwährungsdarlehen nur die Zinszahlungen).

Krankheitsfall.
Zu außergewöhnlichen Belastungen zählen Krankheitskosten einschließlich Kosten für Zahnersätze, Zahnspangen, Brillen, Linsen, Kurkosten usw. Diese können für den Steuerpflichtigen selber, den Ehepartner, wenn dessen Einkommen 11.000 Euro im Jahr nicht übersteigt, oder die Kinder berücksichtigt werden. Allerdings fällt ein steuerlicher Selbstbehalt an, der bis zu 12 % des Jahreseinkommens ausmacht (Faustregel: ein Bruttomonatsgehalt).

Alleinerzieher, Alleinverdiener.
Alleinstehende, die für mind. ein Kind mehr als 6 Monate im Kalenderjahr Familienbeihilfe bezogen haben, erhalten den Alleinerzieherabsetzbetrag. Den Alleinverdienerabsetzbetrag können Sie geltend machen, wenn Ihr Ehepartner bzw. Lebensgefährte nicht mehr als 6.000 Euro Jahreseinkommen hatte und mind. für ein Kind mehr als 6 Monate die Familienbeihilfe bezogen wurde. Diese Absetzbeträge stehen auch bei geringem oder überhaupt keinem Einkommen zu (Formular L1).

Pendler.
Wer zur Arbeit pendelt, trägt beim Steuerausgleich entweder die kleine oder die große Pendlerpauschale ein.

Lohnsteuer

Alle ArbeitnehmerInnen müssen für ihre Einkünfte Lohnsteuer abliefern. Welche Regeln dabei gelten, wie viel sie ausmacht und was steuerfrei bleibt.

Die 10 besten Steuertipps

Absetzen von Kinderbetreuungskosten, Abschreiben des Computers und Co – wie Sie sich als ArbeitnehmerIn Geld vom Fiskus zurück holen können.

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